Krautsalat im Geschmackstest: geschmacklich viel Luft nach oben

Die Grillsaison hat für viele BBQ-Fans bereits begonnen. Was auch immer auf den Rost kommt, Krautsalat ist als wahrer Allrounder einer der Beilagen-Favoriten.

Krautsalat
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Die Rezeptvariationen und die Geschmacksvorlieben sind vielfältig. Da gibt es die klassische Variante mit Essig und Öl, eventuell verfeinert mit Kümmel, Zwiebeln oder Petersilie; die süddeutsche Variante, warm mit Speck und Zwiebeln oder die amerikanische Antwort auf unseren Krautsalat: Coleslaw mit Zwiebeln, Karotten und einem Mayonnaise-Dressing.

Eines haben die Rezepturen allerdings gemeinsam: Es ist nicht sonderlich kompliziert, sie selber zuzubereiten; das kann aber durchaus zeitaufwändig sein. Wenn es schnell gehen soll, ist die Alternative ein Fertigsalat. Wie es um deren geschmackliche Qualität des Krautsalats bestellt ist, wollte der Rundfunksender WDR 5 wissen und lud drei erfahrene Juroren – allesamt ausgesprochene Genussexperten – zum Test nach Köln ein.

Zu verkosten gab es acht Krautsalate aus Weißkohl, klassisch angemacht mit Essig und Öl, gekauft in Supermärkten und bei Discountern, darunter zwei Produkte in Bio-Qualität. In das sensorische Gesamturteil gingen der Geschmack zu 50 Prozent sowie Aussehen, Geruch und Konsistenz zusammen mit 50 Prozent ein. Weder die Auswahl noch die Bewertung der Produkte erheben den Anspruch streng wissenschaftlicher Kriterien, zumal, wie gesagt, die Geschmäcker verschieden sind, dennoch geben die Ergebnisse gewisse Hinweise.

Insgesamt attestierte die Probierrunde den Produkten in geschmacklicher Hinsicht viel Luft nach oben, wobei das Notenspektrum von „befriedigend“ bis „mangelhaft“ reichte. Nur mit drei Weißkohlsalaten war das Testteam einigermaßen zufrieden, für sie gab es ein „befriedigend“. „Schön fein geschnitten, knackig im Biss und ausgewogen im Geschmack“ war hier zum Beispiel ein Tester-Urteil. Beim mit „ausreichend“ bewerteten Mittelfeld missfiel dem Testpanel, dass die Krautsalate zu süß oder zu sauer waren, die Frische fehlte oder der Geruch als störend empfunden wurde. In dieses Feld mussten sich auch die beiden Bioprodukte einreihen lassen. Ein Salat war besonders enttäuschend und fiel in dieser Runde mit „mangelhaft“ völlig durch, vor allem wegen seines muffigen Geruchs und viel zu sauren Geschmacks, der alles dominierte.

Die fertigen Krautsalate in diesem Test variierten im 100-Gramm-Preis von 19 Cent bis 1,20 Euro. Dabei zeigte sich einmal wieder, dass der Preis kein zuverlässiger Qualitätsparameter ist; denn die führende Dreiergruppe ist im unteren Preissegment zu finden.

Weitere Informationen

Rüdiger Lobitz, www.bzfe.de

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