Amarant – das Getreide der Maya, Inka und Azteken

Immer die gleiche Beilage auf dem Teller? Dann könnte Amarant die richtige Alternative sein.

Das Pseudogetreide punktet nicht nur mit seinem hohen Gehalt an Nährstoffen, auch in der Küche ist das Korn ein echtes Multitalent.

Schon die Maya, Inka und Azteken haben vor mehreren Jahrtausenden die positiven Eigenschaften des Amarants erkannt und es als Grundnahrungsmittel verwendet. Das kleine Korn ist kein Getreide, sondern gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse. Es wird deshalb als Pseudogetreide bezeichnet und kommt in ungefähr 60 verschiedene Arten in verschiedenen Farben vor.

Das Anbaugebiet liegt größtenteils in Süd- und Mittelamerika, hat sich jedoch mittlerweile auch auf Europa ausgeweitet. „Amarant muss zum Teil weite Strecken nach Deutschland transportiert werden. Deshalb sollen Verbraucherinnen und Verbraucher beim Kauf darauf achten, ob und welches Herkunftsland auf der Verpackung angegeben ist“, rät Sonja Pannenbecker, Referentin für Lebensmittel und Ernährung der Verbraucherzentrale Bremen. Seine Wiederentdeckung verdankt der Amarant seinem hohen Nährstoffgehalt, durch den er wieder ins kulinarische Bewusstsein gerückt ist.

Kleines Korn – große Wirkung

Amarant punktet mit einem hohen Ballaststoffgehalt und enthält außerdem mit 15 Gramm Proteinen pro 100 Gramm doppelt so viel Protein wie beispielsweise Reis. Damit ist das Korn als pflanzliche Proteinquelle auch für Vegetarier:innen und Veganer:innen interessant.

Amarant ist außerdem reich an Vitamin A, Vitamin B, Eisen, Magnesium und Calcium. Der Fettgehalt ist im Vergleich zu herkömmlichem Getreide etwas höher. Der überwiegende Anteil des Fettes besteht jedoch aus hochwertigen ungesättigten Fettsäuren.  „Zudem ist Amarant für eine glutenfreie Ernährung geeignet, da es, im Gegensatz zu Getreide, kein Klebereiweiß enthält“, so Sonja Pannenbecker.

Ein Multitalent in der Küche

Durch sein nussiges Aroma ist Amarant vielseitig verwendbar. Egal ob in süßen oder herzhaften Speisen, das Korn bereichert viele Gerichte. Einfach vor dem Kochen abspülen, so wird der Bitterstoff Phytin verringert. Anschließend in doppelter Menge Wasser 20-25 Minuten köcheln lassen.

In Suppen, Gemüsepfannen, im Salat, als Bratlinge, in gepuffter Form als Müsliriegel oder im Müsli – der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. „Amarantmehl lässt sich auch zum Backen von Brot oder Keksen verwenden. Dabei aber am besten nur einen Teil des Mehls durch Amarantmehl ersetzen, sonst geht der Teig nicht auf“, rät Sonja Pannenbecker.

Wer Amarant gerne ausprobieren möchte, findet es im Biomarkt, in der Drogerie oder im gut sortierten Supermarkt.

Quelle: Verbraucherzentrale Bremen

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