Allergene in Lebensmitteln – Bilanz 2021

Bereits sehr geringe Mengen von Nüssen, Senf oder Milch können für Lebensmittelallergiker gefährlich werden.

Gerade wenn Lebensmittel speziell für Allergiker und damit für diese besonders empfindliche Verbrauchergruppe angeboten werden, stehen sie im besonderen Fokus der Lebensmittelüberwachung. Treffen Angaben wie „milchfrei“ oder „glutenfrei“ nicht zu, kann akut eine Gesundheitsgefahr von diesen Produkten für den betroffenen Personenkreis ausgehen. Aber auch ohne eine solche „frei von-Bewerbung“ können Lebensmittel Allergiker ansprechen, sofern keinerlei Hinweis auf das betreffende Allergen erfolgt (fehlende Spurendeklaration).

Daher haben die 4 Chemischen und Veterinäruntersuchungsämter Baden-Württemberg die umfangreichen Untersuchungen von Lebensmitteln auf Allergene auch 2021 fortgeführt.

Insgesamt wurden 1693 Proben auf nicht deklarierte Allergene untersucht; dabei wurden 4576 Untersuchungen durchgeführt. Darüber hinaus wurden 204 als „glutenfrei“ gekennzeichnete Proben untersucht.

16 Proben potenziell gesundheitsschädlich

16 Proben mussten wegen nachweisbarer Allergene als potenziell gesundheitsschädlich beurteilt werden; bei drei von diesen Proben waren sogar zwei verschiedene Allergene auffällig (s. auch Grafik). Als „glutenfrei“ in der Gastronomie angebotene Lebensmittel wiesen in 3 Fällen (2 Proben eines Reisgerichtes mit Currysauce und Hühnerfleisch sowie Frankfurter Kranz) deutlich erhöhte Glutengehalte auf, sodass beim Verzehr mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen der hier besonders angesprochenen Zöliakiepatienten zu rechnen war. Auch wären erhöhte Anteile des Milchproteins Casein in einem veganen Speiseeis „ohne Milch“ den angesprochenen Milchallergikern nicht gut bekommen.

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Quelle: CVUA Stuttgart

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