52 Projektideen für eine klimaangepasste Landwirtschaft

Mit der „Bekanntmachung über die Förderung von Forschungsvorhaben zur Anpassung der Pflanzenproduktion an die Folgen des Klimawandels“ hatte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zur Einreichung von Projektideen aufgerufen.

Insgesamt 52 Projektideen sind bis zum Fristende bei der BLE eingegangen. Vor dem Hintergrund globaler Klimaänderungen und einer steigenden Nachfrage nach Agrarrohstoffen müssen geeignete Anpassungsmaßnahmen entwickelt und angewendet werden, die eine produktive und nachhaltige Pflanzenproduktion sicherstellen.

Das BMEL will mit der Bekanntmachung innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte fördern, die die Resilienz der Pflanzenproduktion gegenüber Folgen des Klimawandels nachhaltig verbessern. In diesem Zusammenhang soll auch die Entwicklung modellhafter regionaler Wertschöpfungsketten neuer und bisher wenig genutzter Ackerkulturen durch Wissenstransfervorhaben unterstützt werden. Die BLE betreut die Bekanntmachung als Projektträger.

Bis zum Ende der Frist am 22. Juni 2022 sind für das Programm zur Innovationsförderung (Modul A) 20 Projektskizzen mit 76 Projektpartnern aus Wissenschaft und Wirtschaft eingegangen. Das beantragte Fördervolumen beträgt rund 26,4 Millionen Euro. Für eine Förderung im Rahmen der Ackerbaustrategie (Modul B) wurden 32 Projektskizzen mit einem Fördervolumen von circa 27 Millionen Euro eingereicht. Dabei möchten sich 88 Projektpartner beteiligen.

Forschung, Entwicklung & Wissenstransfer – Herausforderungen der Zukunft begegnen

Die Vielfältigkeit der Fördergegenstände innerhalb der Bekanntmachung spiegelt sich auch in den eingereichten Projektskizzen wider. Diese decken ein breites Themenspektrum ab und befassen sich unter anderem mit der Anpassung von Produktionssystemen und –technik an die Folgen des Klimawandels.

Schwerpunkte sind hier insbesondere die Bereiche Anbauspektrum und Fruchtfolgegestaltung, Bodenbearbeitung und –schutz sowie Bewässerungstechnologien und Wassermanagement. Zudem soll erforscht werden, wie Ertragsverluste in Jahren mit ungünstigen Witterungsbedingungen ausgeglichen werden können und welches Potential Agroforst- und Agri-PV-Systeme für ein klimaorientiertes Risikomanagement versprechen. Darüber hinaus sollen über die Entwicklung von Entscheidungshilfesystemen unter anderem regionalspezifische Anpassungsstrategien bereitgestellt werden. Die Projektideen erstrecken sich über verschiedene Sparten der Pflanzenproduktion und sind dem Ackerbau, Gartenbau sowie dem Obst-, Wein- und Hopfenbau zuzuordnen.

Im nächsten Schritt werden die eingereichten Projektskizzen durch ausgewiesene Expertinnen und Experten der jeweiligen Fachgebiete bewertet. Nach Abstimmung mit dem BMEL werden die förderwürdigen Skizzen zur Einreichung eines Antrags aufgefordert. Ziel ist es, erste Projekte Anfang 2023 zu starten.

Quelle: BLE

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