Tofu: Was der pflanzliche Tausendsassa kann

Die Verbraucherzentrale Thüringen erklärt zum „World Tofu Day“ am 26.07.2022, was den Block aus Soja besonders macht.

Tofu, vegetarisch
Foto: Devanath auf Pixabay

In Asien ist er seit Jahrhunderten ein bewehrtes Lebensmittel. Auch in Europa findet er seit einigen Jahren immer mehr Einzug, vor allem in die vegetarische und vegane Küche: Der Tofu. Am 26. Juli ist Welttag des Tofu – Grund genug, sich das Lebensmittel genauer anzusehen.

Was ist Tofu?

Der Hauptbestandteil von Tofu sind Sojabohnen. „Diese werden mit Wasser püriert, zur Gerinnung gebracht und dann in Blöcke gepresst“, sagt Tina Hanke, Fachberaterin für Lebensmittel und Ernährung der Verbraucherzentrale Thüringen. „Das Verfahren ist damit der Käseherstellung sehr ähnlich“, so Tina Hanke. Tofu ist in der Regel ein naturbelassenes, wenig verarbeitetes Produkt und daher im Vergleich zu anderen Fleischersatzprodukten empfehlenswerter.

Gut für Körper und Umwelt

Tofu überzeugt mit seinem hohen Gehalt an Nähr- und Mineralstoffen. Mit bis zu 20 Prozent Eiweiß ist er eine starke Proteinquelle und daher insbesondere beliebt in der vegetarischen und veganen Ernährung. Er punktet mit gesundheitsförderlichen Fetten, Calcium, Folsäure und Eisen.

Auch in seiner Klimabilanz schneidet der Tofu besser ab als Fleisch. Während für die Herstellung eines Kilogramms Tofu etwa 1 Kilogramm CO2 anfällt, sind es für ein Kilogramm Rindfleisch etwa 14 Kilogramm CO2. Oft steht der Sojaanbau für die Abholzung des Regenwaldes in der Kritik. Diese Übersee-Monokulturen dienen allerdings hauptsächlich der Tierfütterung und damit der Fleischerzeugung und nicht direkt der menschlichen Ernährung. Inzwischen wird Soja auch in Deutschland und Österreich angebaut. Viele Tofu-Anbieter kennzeichnen die Herkunft der verwendeten Sojabohnen, auch wenn dies rechtlich nicht vorgeschrieben ist.

Tipps für die Zubereitung

Tofu ist vielfältig einsetzbar. „Für die Zubereitung von Naturtofu am besten vorher das Wasser ausdrücken, dann zum Beispiel mit verschiedenen Gewürzen marinieren, scharf anbraten und als Salattopping oder in Gemüsepfannen verwenden“, empfiehlt Tina Hanke. Räuchertofu wird gekrümelt und gebraten zur Bolognese-Soße oder püriert die Basis für Brotaufstriche. Wer bereits geübter in der Zubereitung ist, kann sich an Tofu-Geschnetzeltem oder Bratlingen probieren. Übrigens: Seidentofu ist die cremigere Form des Tofu und kann mit Schokolade oder Früchten zubereitet werden.

Quelle: Verbraucherzentrale Thüringen

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