Vorräte anlegen mit Bedacht: Verbraucherzentrale gibt Tipps für den Lebensmittel-Grundstock daheim

Einen Grundstock an Lebensmitteln als Vorrat zu haben, ist nicht nur praktisch, sondern auch empfehlenswert.

Konserven, Einmachgläser
Foto: Ray Shrewsberry • *** auf Pixabay

Dabei macht es vor allem Sinn auf Lebensmittel zu setzen, die lange haltbar sind. Die Verbraucherzentrale Thüringen erklärt, was bei der Lagerung von Mehl, Nudeln, Konserven und Co. beachtet werden sollte.

„Ein Vorrat an Lebensmitteln ist eine hervorragende Idee – aber die Menge macht’s. Wer zu viel oder falsch lagert, riskiert, dass Lebensmittel unnötig im Müll landen“, sagt Tina Hanke, Fachberaterin für Lebensmittel und Ernährung der Verbraucherzentrale Thüringen. Falsche Lagerung könne beispielsweise zu Schimmel oder Schädlingsbefall im Vorratsschrank führen.

Tipps für die Lagerung

  • Behalten Sie stets den Überblick. Dafür hilft es zum Beispiel, neu gekaufte Lebensmittel immer nach hinten zu stellen, damit kürzer Haltbares zuerst verbraucht wird.
  • Selbst eingekochte oder eingefrorene Lebensmittel sollten immer gut beschriftet werden. Worum handelt es sich? Wann wurde es abgefüllt?
  • Achten Sie auf die Lagerungsbedingungen, die auf einigen Lebensmitteln angegeben werden. So bedeutet der Hinweis „Vor Wärme schützen“, dass das Lebensmittel zwar Zimmertemperatur verträgt. Es sollte allerdings nicht direkt der Sonne oder Heizungswärme ausgesetzt werden.
  • Trockene Lebensmittel wie Mehl, Nudeln, Hülsenfrüchte oder Reis eignen sich besonders gut als Vorrat. „Zu Hause sollten sie in luftdicht verschließbare Behältnisse umgefüllt werden. So lässt sich Schädlingsbefall und vorzeitiger Verderb vermeiden“ rät Hanke.
  • Auch Konserven sind in der Regel lange haltbar. Sie werden am besten dunkel und bei maximal 19 Grad gelagert. „Ausgebeulte Konserven können auf Bakterienbefall hindeuten und sollten nicht mehr verzehrt werden“ sagt die Fachberaterin.
  • Ebenfalls im Vorratsschrank beliebt sind Knoblauch und Zwiebeln. Diese sollten luftig und nicht in Tüten oder verschlossenen Behältern gelagert werden. Auch die unmittelbare Nähe zu Kartoffeln am besten vermeiden, denn Zwiebeln nehmen die Feuchtigkeit der Kartoffeln auf und beginnen dann schneller zu faulen.
  • Insgesamt sollte immer auf Hygiene geachtet werden. Faulendes Obst oder Gemüse sollte zügig aussortiert werden, damit andere Lebensmittel nicht verderben.
  • Sowohl Kühlschrank als auch Vorratsschrank am besten regelmäßig kontrollieren und reinigen. „Einfach mit Wasser und Spülmittel auswischen und anschließend alles gründlich trocknen“, so Hanke.

Gut zu wissen

Ausführliche Listen, welche Mengen an Lebensmitteln und Getränken Verbraucher:innen bevorraten sollten, finden sie auf den Webseiten des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft sowie beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Quelle: Verbraucherzentrale Thüringen

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