Reis: der beliebte Energielieferant

Vielseitig einsetzbar und lecker: Reis gehört zu den Klassikern unter den Getreidesorten.

Aufgrund seiner enthaltenen Kohlenhydrate bietet er sich ideal als sättigender Energielieferant an. Warum loser Reis jedoch immer gewaschen werden sollte, erklärt die Verbraucherzentrale Bremen.

Reispflanze

  • Naturreis punktet mit reichlich komplexen Kohlenhydraten, wertvollem Eiweiß und Vitamin B
  • Vollkornreis ist vitamin-, mineralstoff- und ballaststoffreicher als weißer Reis
  • Potentiell mit Arsen belastete Nahrungsmittel, wie Reiswaffeln, sollten nur mäßig auf dem Speiseplan stehen

Als Grundnahrungsmittel bereichert Reis die Esskultur der süd- und ostasiatischen Bevölkerung, ist aber auch in Europa ein begehrter Bestandteil auf dem Speiseteller. 90 Prozent des weltweit angebauten Reises wird in Asien verzehrt. Auch in Europa gibt es Anbaugebiete. In Deutschland steigt die Beliebtheit des Spelzgetreides, welches in zahlreichen Angebotsformen wie „Duftreis“, „Risottoreis“, „Klebereis“ oder „Langkornreis“ erhältlich ist. Laut des Statistik-Portals Statista lag der pro Pro-Kopf-Verzehr in den Jahren 2020/21 in Deutschland bei 6,7 Kilogramm. „Reis bietet sich prima als Beilage zu Fleisch- oder Fischgerichten an, kann aber auch als Hauptakteur im Curry oder Risotto geschmacklich überzeugen“, erklärt Jasmin Scholz, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bremen.

Ideale Kohlenhydratquelle: Naturreis

„Im Durchschnitt enthält gekochter Naturreis oder Vollkornreis etwa 27 Gramm Kohlenhydrate pro 100 Gramm“, sagt Jasmin Scholz. So hält diese Sorte länger satt als weißer Reis und glänzt gleichzeitig noch mit höheren Gehalten an Protein, Mineralstoffen und Vitaminen, insbesondere Vitamin B1. Dies liegt an der vorhandenen Frucht- und Samenschale. Bei weißem Reis wurde diese bei der Weiterverarbeitung entfernt.

Tipp: Reis immer gründlich waschen

Reis und Produkte auf Reisbasis, wozu Reiswaffeln, Reisbreie oder Reissnacks zählen, können mit Arsen belastet sein. Über die Wurzeln reichert sich das Halbmetall in der Pflanze an. Arsen kann Krebs auslösen, das Herz-Kreislaufsystem belasten oder Gefäße und Nerven schädigen. Daher im Alltag neben Reis auch Kohlenhydratquellen wie Kartoffeln, Nudeln oder Buchweizen wählen. „Fällt die Wahl auf Reis, so empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung, das Getreide gründlich zu waschen und mit viel Wasser zu kochen, damit Arsen über das Kochwasser abgegossen werden kann“, so Jasmin Scholz. Die Säuglings- und Kinderernährung ebenfalls abwechslungsreich gestalten. Nicht jede Mahlzeit muss aus Reisprodukten bestehen. Wer gerne und oft Reiswaffeln verzehrt kann beispielsweise auch mal auf Maiswaffeln ausweichen.

Zählt nicht zum Reis: Wildreis

Obwohl Wildreis, auch Wasserreis genannt, rein optisch an eine Reissorte erinnern mag, so zählt dieser botanisch gesehen wie Weizen oder Roggen zu den Süßgräsern. „Die graugrünen Körner erhalten durch die schonende Trocknung bei 80 Grad ihre braunschwarze Farbe sowie das intensive, nussige Aroma“, so Jasmin Scholz. Die edle Beilage ist deutlich teurer als Reis, weshalb es Mischungen mit weißem Reis zu erschwinglicheren Preisen auf dem Markt zu kaufen gibt.

Quelle: Verbraucherzentrale Bremen

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