Abwehrkräfte im Winter stärken

Gerade im Winter sind viele Menschen anfällig für Erkältungen und Infekte.

Foto: stock.adobe.com / baranq

Die BARMER gibt Tipps, wie man das Immunsystem stärkt und möglichst gesund durch die kalte Jahreszeit kommt.

Wenn es draußen kalt und ungemütlich wird, haben Erkältungen Hochsaison. Das liegt unter anderem daran, dass die Heizungsluft die Schleimhäufe austrocknet, was wiederum das Immunsystem schwächt. Allerdings lässt sich die Körperabwehr effektiv stärken. „Wer im Winter seine Abwehrkräfte steigern möchte, sollte nicht nur auf eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung achten. Ebenso wichtig ist ausreichend Bewegung, und zwar möglichst im Freien“, sagt Katharina Steinbach, Sportwissenschaftlerin bei der BARMER. Denn gerade beim Outdoor-Sport im Winter werden Immunzellen aktiviert. Durch den Kältereiz werden untätige Immunzellen bewegt und in den Blutstrom befördert. Das lässt sie Bakterien und Viren deutlich besser bekämpfen.

Zu viel Sport kann anfällig für Infekte machen

Beim Sport im Winter kommt es aber auf die richtige die Dosis an. „Ein individuell angepasstes Ausdauertraining wie moderates Joggen oder Walken stärkt nachweislich die Abwehrkräfte. Wer es aber mit dem Sport übertreibt und sich bis zur Erschöpfung auspowert, der bewirkt das Gegenteil. Die Infektanfälligkeit steigt“, sagt Steinbach. Dies liegt am sogenannten Open-Window-Effekt, der nach einer besonders intensiven Sporteinheit die körpereigene Abwehr bis zu 72 Stunden lang schwächt. Denn hier sinkt dann der Anteil der weißen Blutkörperchen zwischenzeitlich ab.

Sport in der Kälte ja, aber bei hohen Minusgraden besser nicht

Auch die Rahmenbedingungen müssen stimmen, damit Sport im Winter die Abwehrkräfte stärkt. Bei kaltem Wetter werden Schleimhäute der Atemwege befeuchtet, und Erkältungsviren haben es schwerer, sich auszubreiten. Bei hohen Minusgraden hingegen ist die Luft sehr trocken, wodurch die Atemwege schnell austrocknen. Steinbach rät daher selbst Athleten, bei minus zehn Grad allenfalls mäßig zu trainieren.

Ältere und untrainierte Menschen hingegen sollten Sport bei unter null Grad besser vermeiden, weil der Körper ungewohnt stark belastet wird. Wer nun noch darauf achtet, sich passend zur Außentemperatur zu kleiden, ist gut gerüstet. Am besten packt man sich nach dem Zwiebelprinzip in mehrere Lagen, aber dabei nicht zu dick ein. Die Kühlung erfolgt beim Outdoorsport von außen, ohne dass der Körper dafür wie im Sommer stark schwitzen muss. Körperwärme und Durchblutung der Haut bleiben erhalten, die Immunabwehr wird gestärkt und Viren und Bakterien haben es schwerer.

Quelle: BARMER

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