Bratquitte statt Bratapfel: Süßes Winterdessert aus dem Ofen

Der Bratapfel ist ein Klassiker in der Adventszeit.

Bratapfel
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Zur Abwechslung kann es aber auch eine Bratquitte sein. Das herb-säuerliche und sehr intensive Aroma der Quitte bietet einen guten Kontrast zu den sonst süßen Zutaten.

Will man die Quitte füllen, kann man das Kerngehäuse mit einem Apfelkernausstecher oder einem scharfen Messer vorsichtig entfernen. In den Hohlraum kommt dann eine Mischung aus gerösteten Mandelsplittern oder Walnüssen, Honig und Trockenobst wie Datteln, Feigen, Rosinen oder Cranberries. Aber auch Nougat oder Mandelmus, Marzipan, Quitten- oder Johannisbeergelee, vermengt mit Quark oder Mascarpone, sind für eine Füllung geeignet. Für vorweihnachtliche Aromen sorgen etwas Abrieb einer unbehandelten Orange und weihnachtliche Gewürze wie Vanille, Zimt, Nelken, Ingwer und Kardamom. Mit ein paar Butterflöckchen wird die Frucht im Ofen nicht zu trocken.

Nun lässt man die Quitten in einer feuerfesten Form je nach Größe 30 bis 60 Minuten schmoren. Wenn man den Boden der Quitten vor dem Füllen etwas gerade schneidet, stehen sie stabil. Das Obst ist fertig, wenn das Fruchtfleisch weich geworden ist. Das lässt sich mit einem Holzstäbchen leicht testen. Die heiße Frucht wird mit Vanillesoße und einer Kugel Vanilleeis angerichtet. Auch Preiselbeerkompott schmeckt sehr gut zum winterlichen Dessert.

Das Fruchtfleisch der Quitte ist sehr hart. Wem es zu mühsam ist, das Kerngehäuse zu entfernen, kann die Quitte auch im Ganzen im Ofen backen und mit Zimtzucker oder Kandiszucker karamellisieren.

Die Quitte hat von Oktober bis Dezember Saison. Nach ihrer Form unterscheidet man die runde Apfelquitte und die längliche Birnenquitte; aber es gibt auch zahlreiche Zwischenformen. Die grün bis gelb gefärbten Früchte sind ballaststoffreich und enthalten wertvolle Mineralstoffe wie Kalium, aber auch Vitamin C, Zink und Eisen.

Quitten sind eher auf dem Wochenmarkt oder in türkischen Läden als im Supermarkt zu finden. Achten Sie beim Einkauf auf Qualität. Eine gute Wahl sind harte Früchte ohne Druckstellen oder dunkle Flecken. Auf der Oberfläche befindet sich ein feiner Flaum, der viele Bitterstoffe enthält und den Geschmack verfälschen kann. Vor der Zubereitung wird die Quitte daher mit einem Küchentuch abgerieben und gewaschen.

Quelle: Heike Kreutz, www.bzfe.de

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