Vinophile Vielfalt aus Valpolicella: Amarone, Recioto, Valpolicella, Ripasso und Co.

Gerade einmal 600 Hektar Rebfläche umfasst das Valpolicella-Gebiet in Venetien. Doch die Wein-Vielfalt, die an den Hängen der elf Täler nordwestlich von Venedig entsteht, ist beeindruckend.

Foto: Sopexa

Vom charmanten Alltagswein über das Prestige-Gewächs, dem die Region seinen einzigartigen Ruf zu verdanken hat, bis hin zum verführerischen Süßwein ist alles dabei. Damit bieten die unterschiedlichen Valpolicella-Weine nicht nur stilistisch abwechslungsreichen Genuss, sondern sind auch ideale Speisenbegleiter.

Wenn es um die Weine aus dem Valpolicella geht, gibt es mit dem Amarone della Valpolicella DOCG (kontrollierte und garantierte Ursprungsbezeichnung) ganz ohne Zweifel einen echten Superstar. Der prestigeträchtigste Wein der Region wird aus getrockneten Trauben gewonnen, die zwischen 90 und 120 Tage auf Spalieren oder in Kästen in speziellen Räumen, die – sogenannte „Fruttai“ – die eine maximale Belüftung der Trauben ermöglichen, ruhen. In dieser Zeit konzentrieren sich nicht nur Zucker und Polyphenole in den trocknenden Trauben, sondern auch all die betörenden Aromen, die einen Amarone della Valpolicella DOCG so unverwechselbar machen.

Im Winter schließt sich dann eine schonende Vinifikation mit einer besonders langsamen Gärung an, nach der der Wein dann noch in Holz für mindestens zwei Jahre ausgebaut wird, was ihm das letzte i-Tüpfelchen verleiht. Das Ergebnis ist ein trockener hochkarätiger Rotwein mit hohem Alkoholgehalt, der besonders vollmundig und samtig ist und mit intensiven Anklängen von roten Früchten, Dörrobst, Tabak und Gewürzen glänzt. Amarone-Weine sind besonders langlebig und können eine kleine Ewigkeit reifen. Aufgrund ihrer Komplexität sind sie ideale Begleiter zu geschmorten Rind- oder Wildfleischgerichten.

Auf der süßen Seite: Recioto della Valpolicella DOCG

Landläufig ist der Recioto della Valpolicella DOCG als der süße Amarone-Bruder bekannt. Tatsächlich handelt es sich bei dem Recioto DOCG aber um den Vorfahren des Valpolicella-Giganten. Auch hier trocknen die sorgfältig selektierten Trauben zunächst auf den speziellen Gestellen oder Kisten, bevor man sie presst und vergärt. Das Besondere: Der Wein hat einen hohen Zuckergehalt, da die Gärung im Gegensatz zum Amarone unterbrochen wird, um einen süßen und gleichzeitig strukturierten Wein zu erhalten.

So entsteht ein Süßwein mit hohem Alkoholgehalt und einem vollen Körper, der mit verführerischen Aromen von reifen roten Beeren, Dörrobst und Balsamico brilliert. Der Recioto DOCG ist übrigens der einzige Süßwein, der im Valpolicella-Gebiet produziert wird. Dank seiner edlen Süße passt er ideal zu Desserts wie Mousse au Chocolat, Pralinen und feinem Gebäck. Aber auch zu milden und pikanten Käsesorten bis hin zum charakteristisch kräftigen Blauschimmelkäse macht er eine gute Figur.

Kleiner Bruder: Valpolicella Ripasso DOC

Wer es weniger voluminös und intensiv im Glas haben möchte, für den lohnt sich ein genauerer Blick auf den Valpolicella Ripasso DOC (geschützte Ursprungsbezeichnung). Für diesen Wein trocknet man die Trauben vor der Vinifikation nicht. Aber es gibt einen anderen Clou. Denn während der Gärung wird der Valpolicella-Most über die Trester von Amarone und Recioto DOCG gepumpt, deren intensive Aromen dann extrahiert werden. Dank seiner ausgefeilten Noten, die sich zu den typischen Anklängen von roten Früchten gesellen, hat der Wein einen beeindruckenden Trinkfluss. Was indes nichts daran ändert, dass auch der Valpolicella Ripasso DOC noch viele, viele Jahre reifen kann.

Dank seiner Samtigkeit passt der Valpolicella Ripasso DOC hervorragend zu Gerichten mit Lamm, Rind oder gegrilltem Gemüse. Vor allem, wenn noch Kräuter mit im Spiel sind. Denn diese finden sich auch im Wein, der so eine gelungene Harmonie zur Speise herstellt. Wobei der Wein auch ein großer Genuss zu gereiftem Bergkäse oder gegrillten Würsten ist.

Valpolicella DOC und Valpolicella Superiore DOC

Mit ganz eigenständiger Weinstilistik kommt der Valpolicella DOC daher. Hier sind keine getrockneten Trauben mit im Spiel, sondern ausschließlich frisch geerntetes Lesegut. Generell sind die Weine jung sehr gut zu trinken. Sie bestechen durch ihre lebendige Frische und einem samtigen Nachhall. Die Valpolicella-Weine können aus drei unterschiedlichen Zonen stammen. Die Classico-Zone des Valpolicella erstreckt sich über fünf Täler nördlich von Verona, die Unterzone Valpantena liegt östlich davon und reicht bis an die Vororte der Stadt. Valpolicella Orientale indes schließt nördliche Stadtteile von Verona ein sowie die Täler um Illasi, Cazzano di Tramigna und Mezzane di Sotto.

Eine Qualitätsstufe über Valpolicella DOC ist Valpolicella Superiore DOC. Für diesen Wein verwenden Winzer nur Trauben aus ihren besten Lagen. Außerdem werden manchmal die Trauben für eine kurze Zeit getrocknet, sodass der Valpolicella Superiore DOC. mehr Körper und eine dichtere Aromenwelt bietet. Während der Valpolicella DOC hervorragend Vorspeisen aller Arten sowie Gerichte mit Geflügel und Schwein und knackigen Salate begleiten kann, harmoniert die Superiore-Version ideal zu Rindfleisch und mittelreifen Käsesorten sowie kräftigen Eintöpfen, wie sie vor allem in der winterlichen Zeit gerne serviert werden.

Was die Valpolicella-Weine eint

So unterschiedlich die Valpolicella-Weine alle sein mögen, so eint sie die strengen Produktionsvorschriften, die sich in dem Gebiet seit langer Zeit durchgesetzt haben. Vom Amarone DOCG. bis hin zu Valpolicella DOC sind die Qualitätsstandards und Herstellungsbedingungen ganz klar definiert. Das fängt beim Rebsortenspiegel an, der von der roten Hauptraube Corvina dominiert und von weiteren einheimischen Trauben wie etwa Corvinone oder Rondinella ergänzt wird. Und es endet mit den gesetzlich festgelegten Ausbauzeiten für die Weine. So müssen ein Valpolicella Superiore DOC und ein Valpolicella Ripasso DOC zum Beispiel mindestens ein Jahr lang reifen, bevor sie auf den Markt kommen dürfen. Bei dem Amarone della Valpolicella DOCG sind es indes zwei Jahre und vier Jahre für einen Amarone Riserva.

 

Über die Kampagne „European Lifestyle: Taste Wonderfood“

Die dreijährige (2022-2024) Kampagne „European Lifestyle: Taste Wonderfood“ der vier Konsortien Vini Valpolicella, Formaggio Asiago, Vialone Nano Veronese sowie Olivenöle g.U. wird von der Europäischen Union finanziert. Ziel ist es, die herkunftsbezogenen Produkte aus Nordostitalien genussvoll zu kombinieren und sie so dem Endverbraucher näher zu bringen. Dabei stehen stets die unterschiedlichen geschützten Herkünfte im Vordergrund. „That’s Amore“ – so lautet der Slogan der Kampagne, der durch die drei Länder Italien, Deutschland und der Tschechischen Republik hallt. Man hört ihr vor allem während der zahlreichen Verkostungsaktionen im Lebensmitteleinzelhandel.

Über das Consorzio Tutela dei Vini Valpolicella

Das seit über 90 Jahren aktive Konsortium zum Schutz der Valpolicella-Weine ist eine Vereinigung von Weinbauern, Winzern und Abfüllern aus dem Weinanbaugebiet Valpolicella, das 19 Gemeinden der Provinz von Verona umfasst. Das Konsortium befasst sich mit der Förderung, Verbesserung und Information der Weine sowie des Territoriums von Valpolicella, dem Schutz der Marke und des Weinbaus im Produktionsgebiet der Valpolicella-Weine, der Überwachung, des Schutzes und der Verteidigung der Bezeichnung der geschützten und garantierten Ursprungsbezeichnung.

Über das Consorzio Tutela Formaggio Asiago

Das Konsortium zum Schutz des Asiago-Käses wurde 1979 gegründet, um sicherzustellen, dass nur Käse, der den Produktionsvorschriften entspricht, als Asiago bezeichnet, anerkannt und verkauft wird. Die institutionellen Aufgaben des Konsortiums bestehen darin, das Wissen über das Erzeugnis zu fördern, es zu schützen und dafür zu sorgen, dass der Verbraucher beim Kauf stets die Gewissheit hat, dass es sich um die Ursprungsbezeichnung Asiago g.U. handelt. Die Versorgungskette des Asiago g.U., des viertgrößten Kuhmilchkäses Italiens, besteht aus 36 Produktionsbetrieben und 6 Reifungsbetrieben, die jährlich 2.200.00 Tonnen Milch verarbeiten und zu Asiago g.U. Frischkäse (Mindestreifezeit 20 Tage) und gereiften Käse (Reifezeit von 3 bis über 15 Monaten) bereiten.

Über das Consorzio di Tutela della Nano Vialone Veronese

Die geschützte geografische Angabe Riso Nano Vialone Veronese bezieht sich nur auf Reis, der aus streng ausgewählten Samen der Japonica-Arten der Sorte Vialone Nano gewonnen wird. Die Reinheit der Sorte, die Anbau- und Verarbeitungsmethoden für Reis werden vom Konsortium zum Schutz von Riso Nano Vialone Veronese g.g.A. überwacht, das Unternehmen zusammenbringt, die sich zur Einhaltung einer von der Europäischen Gemeinschaft genehmigten und registrierten Produktionsspezifikation verpflichtet haben.

Über AIPO Verona (Associazione Interregionale Produttori Olivicoli)

Der interregionale Verband der Olivenproduzenten (AIPO Verona) ist eine technische, rechtliche, regulatorische und agronomische Planungsbehörde, die den Mitgliedsunternehmen und ihrem kulturellen und beruflichen Wachstum dient. Um diese Ziele zu erreichen, hat der Verband sich für seine Aktivitäten und die Erbringung von Beratungsdienstleistungen zunehmend professionell strukturiert, um die Entwicklung der Geschäftsaktivitäten zu unterstützen.

Pressekontakt:
Sopexa S.A., Deutschland
Nicole Korzonnek
Schwanenhöfe Werkstatthaus
Erkrather Str. 234 a, 40233 Düsseldorf
nkorzonnek@sopexa.com
+49 (0) 162 2511522

Quelle: Sopexa

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