Ganzjähriger Genuss: So passt Rosé zu jeder Saison 

Die Rosé-Weine der Provence haben sich mit ihrer tiefen Verwurzelung im südfranzösischen Lebensstil längst auch hier als Sommerbegleiter etabliert.

Wein
Foto: Karolina Grabowska auf Pixabay

Dank ihrer  eleganten Finesse und Vielseitigkeit sollten sie jedoch nicht nur von Juni bis August in  unseren Gläsern schimmern: die vielseitigen Rosés de Provence sind zu jeder Jahreszeit  die perfekten Essensbegleiter. Angepasst an das Wetter, nicht an die Saison – so machen  es die Französinnen und Franzosen.

Die Rosé-Weine der Provence sind zu jeder Jahreszeit ein Highlight. Bekannt und geschätzt für Ihre Vielseitigkeit, Qualität und Eleganz, sind sie der perfekte Begleiter zu einer breiten Palette von Gerichten. Diese Rosés, die in der südfranzösischen Weinregion Provence beheimatet sind, sind das Ergebnis von jahrtausendealtem Knowhow in Kombination mit diesem außergewöhnlichem Terroir. Mit ihrem frischen und lebendigen Charakter von fruchtig bis zu blumig, sowie ihrer hellen Farbe sind die Rosé-Weine der Provence nicht nur kulinarisch ein Genuss, sondern auch ein Ausdruck regionaler Identität und tief verwurzelter Weinbaukunst. 

Von leichten Vorspeisen bis zu herzhaften Hauptgerichten 

Die Rosé-Weine der Provence können wunderbar ein komplettes Menü begleiten. Sie harmonieren  hervorragend mit Meeresfrüchten, vegetarischen Speisen, Fisch, Geflügel, verschiedenen  Käsesorten und exotisch-scharfen Gerichten. Damit bieten sie eine hervorragende Ergänzung zu  so gut wie allen Küchen dieser Welt. Die große Stärke der Vins de Provence: sie benötigen keine  überkomplexen Speisen, um zu glänzen. Aufgrund des komplexen aromatischen Potenzials und  der hohen Qualität kann der Provence-Rosé auch nur mit geschnittenen Tomaten und Olivenöl  genossen werden – die Raffinesse liegt in der Einfachheit. 

Ein frischer Menüauftakt ist zum Beispiel der gebratene Lachs mit Joghurt und Gewürzen, serviert  mit Avocado und Granatapfel, genau wie das klassische Lachs-Sashimi, aber verfeinert mit  Pfefferbrot und Kürbis-Carpaccio. Dazu passen die belebenden roten Beeren und spritzigen rosa  Zitrusfrüchten der Provence-Rosés, deren frischer mineralische Kern dem Wein echte Tiefe und  Finesse verleiht. Funktionieren beide auch als Stand-alone Gericht!  

Weiter geht es mit einem cremigen Nudelgericht mit Pilzen, dessen weiche Rahmsoße die leichte  Würzigkeit des Roséweins optimal umschmeichelt. Auch in der Kombination mit internationalen  Gerichten zeigen die Rosés ihre Vielseitigkeit: In einem würzigen Couscous mit Mini-Patisson Kürbissen begleiten die Rebsorten Cinsault und Grenache im Provence-Rosé sowohl die Schärfe,  als auch die süßen Komponenten des Gerichts wunderbar elegant. 

Rosés zu winterlichen Gerichten 

Werden die Tage kürzer, heißt das noch lange nicht, dass wir keinen gekühlten Rosé mehr im  Kühlschrank haben dürfen. Für alle Liebhaber*innen von herzhaften Herbst- und Wintergerichten  empfiehlt sich ein Schweinekarree mit Rosa-Pfeffer-Cranberry-Sauce. Das Gericht findet durch  die fruchtige und leicht pfeffrige Note der Cuvée aus Cinsault und Grenache aus der Provence eine  perfekte Balance.

Eine ähnlich überraschend ruhige Harmonie bringt die Verbindung von Provence-Rosé mit den  olivengefüllten Kalbsröllchen mit Kartoffel-Pastinaken-Gratin, Vanillequitten und Aprikosensauce mit sich. Bei diesen wohltuenden Herbst-Winter-Kombinationen möchte der Rosé weniger erfrischen, als mehr schmeicheln. 

Mythos aufgedeckt: Was hat es auf sich mit den Sommer-Weinen? 

Um den Rosé-Wein ranken sich einige weit verbreiteten Mythen. So hält sich zum Beispiel  hartnäckig die Annahmen, dass Rosé lediglich als Aperitif oder ausschließlich im Sommer  genossen werden sollte. Warum ist das so? Ihre leichte und frische Typizität macht sie zwar ideal  für sommerliche Tage, ihre kulinarische Vielseitigkeit ermöglicht jedoch ebenso Genussmomente  bei kühlerem Wetter oder zu festlichen Anlässen. Das zeigen die oben genannten Rezepte.  Darüber hinaus wird Rosé in der Provence traditionell ganzjährig getrunken, angepasst an das  Wetter, nicht an die Saison. 

Woher kommt der Mythos, dass Rosé-Wein nur im Sommer genossen werden kann? 

Dieser Mythos ist auf ein kulturelles Konstrukt des 19. und 20. Jahrhunderts zurückzuführen, als Tourismus  immer populärer wurde. Damals ging die Landwirtschaft zurück und die Haupturlaubszeit hat sich auf den  Sommer verlagert. Der Rosé-Wein war im südfranzösischen Urlaub aufgrund seines erfrischenden  Charakters bei heißem Wetter beliebt – dieses sommerliche Erlebnis nahm man mit nach Hause. Schade  eigentlich, den Genuss so zu begrenzen!

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