Bisphenol A in Alltagsprodukten: BfR beantwortet häufige Fragen

Menschen nehmen Bisphenol A hauptsächlich über Lebensmittel auf. Auch Luft, Staub und Wasser kommen als Quellen infrage.

Bisphenol A (BPA) wird zur Herstellung des Kunststoffs Polycarbonat und von Epoxidharzen verwendet. Solche Materialien kommen unter anderem in Behältern, Flaschen und Innenbeschichtungen für Getränke- und Konservendosen zum Einsatz. Rückstände des Stoffes können in geringen Mengen aus den Materialien freigesetzt werden.

Mit der Verordnung (EU) 2024/3190 hat die Europäische Kommission die Verwendung von BPA bei der Herstellung der meisten Lebensmittelkontaktmaterialien verboten. Für einige Produkte gelten noch Übergangsfristen. In Thermopapieren, etwa Kassenzetteln und Parkscheinen, ist BPA seit 2020 verboten.

Nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung nehmen Menschen BPA vor allem mit der Nahrung auf. Der Stoff weist zwar eine geringe akute Giftigkeit auf, wird bei langfristiger Aufnahme im Tierversuch aber mit verschiedenen Effekten in Verbindung gebracht. Wie gesundheitlich bedeutsam die üblicherweise aufgenommenen Mengen für Menschen sind, wird wissenschaftlich kontrovers diskutiert.

Ein konkretes Beispiel für einen festgestellten Übergang aus Dosenbeschichtungen ist der Rückruf von BAMBOO SHOOT-Bambussprossen wegen Bisphenol A. Die betroffenen Sorten und das Mindesthaltbarkeitsdatum sind dort gesondert aufgeführt.

Das BfR hat den aktuellen Wissensstand in seinen Fragen und Antworten zu Bisphenol A zusammengefasst.

Eine gesonderte Forschungsfrage zur Verringerung von Kunststoffkontakt behandelt die PERTH-Pilotstudie zu plastikarmer Ernährung. Ihr Endpunkt sind gemessene Chemikalienkonzentrationen im Urin.

Quelle: bfr.bund.de