Listeria monocytogenes wurde in Weinbauernkäse nachgewiesen – vorsorglich ruft die Dorfkäserei Geifertshofen 15 Sorten zurück.
Betroffen sind verpackte und lose verkaufte Käse mit allen Mindesthaltbarkeitsdaten bis einschließlich 30. Oktober 2026 für die ursprünglich sechs Sorten und bis einschließlich 12. November 2026 für neun zusätzlich zurückgerufene Sorten. Die Produkte sollten nicht verzehrt und können auch ohne Kassenbon zurückgegeben werden.

- Ursprünglich betroffene Produkte (alle MHD bis einschließlich 30.10.2026): Weinbauernkäse (Bioland), Weinbauernkäse mittelalt (Bioland), Wengert (Demeter), Alter Wengert (Demeter), Geifertshofener Classico (Bioland) und Schwäbischer Trollingerkäse (Bioland)
- Zusätzlich betroffene Produkte (alle MHD bis einschließlich 12.11.2026): Bühlertaler Dorfkäse (Bioland), St. Barbara mittelalt (Bioland), St. Barbara (Bioland), Schwäbischer Rahmkäse (Bioland), Geifertshofener Pfefferkäse (Bioland), Geifertshofener Schabzigerkleekäse (Bioland), Geifertshofener Blütenfee (Bioland), Geifertshofener Classico gerieben (Bioland) und Bio-Reibekäsemischung (Bioland)
- Packungsgröße: verpackte Selbstbedienungs-Stücke in allen Grammaturen sowie lose an der Käsetheke verkaufte Ware
- Mindesthaltbarkeitsdatum: Je nach oben genannter Sortengruppe alle Daten bis einschließlich 30.10.2026 beziehungsweise 12.11.2026
- Chargenangabe: alle Chargen der genannten Sorten innerhalb der jeweiligen MHD-Grenzen
- Identitätskennzeichen: DE BW 445 EG
- Hersteller: Dorfkäserei Geifertshofen AG, Bachstraße 2, 74426 Bühlerzell
- Vertriebsgebiet: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen
- Vertriebswege: Lebensmitteleinzelhandel, Naturkost- und Feinkosthandel, Metzgereien, Hofläden, Gastronomie, eigene Verkaufsstelle und Onlinehandel
- Grund des Rückrufs: Nachweis von Listeria monocytogenes in einer Charge Weinbauernkäse; eine Belastung weiterer im selben Reifekeller gelagerter Ware kann nicht ausgeschlossen werden
- Erstveröffentlichung: 04.09.2026
Die vollständigen Angaben stehen in der amtlichen Warnmeldung zu den betroffenen Käsesorten.
Aktualisierung vom 19. September 2026: Die am 10. September amtlich veröffentlichte Erweiterung umfasst neun weitere Sorten mit MHD bis einschließlich 12.11.2026. Insgesamt sind nun 15 Käsesorten betroffen.
Wie neue und aktualisierte Meldungen in der amtlichen App gekennzeichnet werden, erläutert Mehr Übersicht bei Rückrufen in der App lebensmittelwarnung.de. Dieser App-Hintergrund ergänzt die oben datierte Erweiterung des Käserückrufs.
Was Verbraucher jetzt tun sollten.
Die genannten Käse sollten nicht gegessen werden. Verbraucherinnen und Verbraucher können sie in der jeweiligen Verkaufsstelle zurückgeben; der Kaufpreis wird nach Angaben des Unternehmens auch ohne Kassenbon erstattet.
Wer ein betroffenes Produkt gegessen hat und schwere oder anhaltende Beschwerden entwickelt, sollte ärztliche Hilfe suchen und auf eine mögliche Listerieninfektion hinweisen. Schwangere sollten sich nach dem Verzehr auch ohne Beschwerden ärztlich beraten lassen.
Warum Listerien besonders für Risikogruppen gefährlich sind.
Eine Infektion mit Listeria monocytogenes kann innerhalb von etwa 14 Tagen Durchfall und Fieber verursachen. Bei Schwangeren, älteren Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem sind schwere Krankheitsverläufe möglich. In der Schwangerschaft kann auch das ungeborene Kind gefährdet sein.
Weitere Hintergründe bietet der food-monitor-Beitrag Wie Lebensmittel das Überleben von Listerien im Verdauungstrakt beeinflussen.
Quelle: lebensmittelwarnung.de
Redaktionell mit Unterstützung von KI aktualisiert: food-monitor, 19. September 2026
