Nach den Toxin-Funden in Anfangsmilch riefen im Januar Hersteller, darunter Nestlé und Danone, einige ihrer Produkte – zum Teil vorsorglich – zurück.
Nun hat ÖKO-TEST 33 Produkte untersuchen lassen und gibt Entwarnung: In den getesteten Chargen wurde kein Cereulid nachgewiesen.

ÖKO-TEST hat 33 Babynahrungen für die Allerkleinsten, die Eltern ihren Säuglingen bereits ab Geburt geben können, auf das Toxin Cereulid getestet. Das erlösende Ergebnis: Die Tabelle ist grün – das Toxin konnte in keinem Produkt der untersuchten Chargen nachgewiesen werden.
Mitte Dezember vergangenen Jahres hatte eine österreichische Behörde das Toxin Cereulid in Babynahrung gefunden, was für großes Aufsehen und eine weltweite Rückrufaktion sorgte. Begründet, denn: Cereulid kann innerhalb kurzer Zeit nach der Aufnahme zu Übelkeit und Erbrechen führen. In aller Regel klingen die Beschwerden innerhalb von 24 Stunden ab – bei seltenen schweren Vergiftungen durch hohe Konzentrationen kann es jedoch sogar zu Organschäden kommen. Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) kann bei Kindern zudem der Flüssigkeitshaushalt gestört werden, was zu Dehydratation führen kann – für Neugeborene und Babys bis zu sechs Monaten ist das besonders gefährlich.
Das Cereulid in den betroffenen Babynahrungen gelangte offenbar über eine kontaminierte Charge der Zutat Arachidonsäureöl (ARA) in die Produkte. Die Spur führte zu einer Fabrik in China, die zahlreiche Hersteller von Säuglingsnahrung belieferte. Seit Ende Februar sind auf EU-Ebene strengere Kontrollen verpflichtend.
ÖKO-TEST betont, dass die zurückgerufenen Chargen weiterhin nicht verwendet werden sollten. Welche Produkte und Chargen im aktuellen Test untersucht wurden, können Verbraucherinnen und Verbraucher online nachlesen: oekotest.de/16185
