Was ist Ezechielbrot? 

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Ezechielbrot ist nach dem Propheten Ezechiel benannt. Im Alten Testament wird er aufgefordert, ein Brot aus Weizen, Gerste, Bohnen, Linsen, Hirse und Dinkel zu backen.

Ezechielbrot
Foto: Freepik

Aus heutiger ernährungswissenschaftlicher Sicht ist diese Mischung äußerst sinnvoll: “Verschiedene Getreidearten und Hülsenfrüchte ergänzen sich und liefern in Kombination eine besonders hochwertige Eiweißzusammensetzung”, sagt Katharina Holthausen, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Bayern. Ursprünglich wurde das Brot ausschließlich aus gekeimten Körnern gebacken − ohne Zusatz von Mehl. Heute existieren zahlreiche unterschiedliche Rezepte, von denen einige auch Mehl enthalten.

Ezechielbrot ist vergleichbar mit dem sogenannten Essenerbrot, einem Vollkornbrot, das mit gekeimtem Getreide bei niedrigen Temperaturen gebacken wird. Die Keimlinge enthalten höhere Mengen an Vitaminen und Aminosäuren als ungekeimte Körner und sind zudem bekömmlicher.

Selbst gebackenes Brot mit Keimlingen

Wer selbstgebackenes Brot mit Keimlingen ergänzen möchte, kann Getreide- und andere Körner auch zu Hause keimen lassen. Dafür sollten die Körner zunächst gründlich gespült und acht bis zwölf Stunden in Wasser eingeweicht werden. Anschließend werden sie zwei bis drei Tage bei Zimmertemperatur in einem Sieb oder Keimglas aufbewahrt, bis sich kleine Keimspitzen bilden. Wichtig ist, die Körner zwei- bis dreimal täglich mit frischem Wasser zu spülen, damit sich kein Schimmel bildet. Anschließend lassen sich die Keimlinge direkt weiterverarbeiten und in den Brotteig geben. Alternativ können sie zunächst trocknen und später verwendet werden.

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