Was gehört in eine Gründonnerstagssuppe?

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­Am Gründonnerstag wird in vielen Regionen traditionell eine vegetarische Suppe aus frischem Frühlingsgrün serviert. Sie ist auch als “Grüne Neune“ bekannt.

Wildkräuter, essbare Blüten
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Schon Kelten und Germanen sollen eine solche Suppe zum Frühlingsfest gegessen haben. Die Zahl Neun galt als magisch, deshalb enthielt die Suppe traditionell neun verschiedene Kräuter. Das frische Grün sollte den Körper reinigen, stärken und vor Krankheit schützen. Im Christentum werden die teils bitteren Geschmacksnoten mit dem Leiden Christi in Verbindung gebracht. Verwendet wird, was sich zu Ostern in der Natur sammeln lässt.

Welche Kräuter in den Topf kommen, hängt von Region, Zeitpunkt des Festes und der Witterung ab. Typische Zutaten sind etwa Brennnessel, Giersch, Spitzwegerich, Löwenzahn, Vogelmiere, Taubnessel, Gänseblümchen, Petersilie und Wegerich. Auch Sauerampfer, Schafgarbe, Kerbel, Scharbockskraut, Brunnenkresse, Gundelrebe oder Bärlauch können verwendet werden. „Die frischen Kräuter liefern reichlich Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die unseren Stoffwechsel ankurbeln. Ihre Bitterstoffe wirken anregend auf Magen und Galle“, sagt Anja Schwengel-Exner, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Bayern.

Küchenkräuter als Alternative

Wer in der Natur nicht genügend Wildkräuter findet oder sich beim Sammeln unsicher ist, kann auf frische Küchenkräuter aus dem Handel zurückgreifen. Geeignet sind etwa Petersilie, Schnittlauch, Kerbel, Dill, Basilikum, Majoran oder Kresse. Damit wertvolle Inhalts- und Aromastoffe erhalten bleiben, sollten die Kräuter nicht mitgekocht, sondern erst kurz vor dem Servieren in die Suppe gegeben werden.

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