Das Bundesinstitut für Risikobewertung bewertete 2018 Untersuchungen zur Freisetzung von Metallen aus emaillierten Grillrosten. Bei einigen geprüften Rosten wurden gesundheitlich akzeptable Expositionswerte teils deutlich überschritten.
Was untersucht wurde
Überwachungsbehörden aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen untersuchten 2017 emaillierte Stahl- und Gusseisengrillroste. Emaille ist eine glasartig erstarrte Schmelze aus Silikaten und Metalloxiden und kann unter anderem Aluminium, Antimon, Arsen, Blei, Cadmium, Chrom, Eisen, Kobalt, Lithium und Nickel enthalten.
Für acht Roste desselben Gerätemodells wurden in Niedersachsen zwei Prüfszenarien verwendet: vierprozentige Essigsäure für 24 Stunden bei Raumtemperatur sowie, als an Heißkontakt angepasste Prüfung, 0,5-prozentige Zitronensäure für eine Stunde bei 100 Grad Celsius. Dabei handelt es sich um standardisierte beziehungsweise angepasste Migrationstests mit Lebensmittelsimulanzien, nicht um die Messung einer üblichen einzelnen Grillmahlzeit.
Ergebnisse der BfR-Bewertung
Bei einigen Rosten wurden erhebliche Freisetzungen von Aluminium, Antimon, Arsen und Nickel gemessen. Weil damals keine spezifischen gesetzlich bindenden Höchstmengen für diesen Anwendungsfall bestanden, verglich das BfR die Ergebnisse mit gesundheitlich abgeleiteten Expositionswerten.
Mehrere Roste überschritten diese Werte teilweise deutlich. Für Nickel und Arsen hielt das BfR bei einzelnen untersuchten Produkten gesundheitliche Beeinträchtigungen aufgrund der freigesetzten Mengen für möglich. Andere Roste zeigten niedrige Freisetzungsraten. Das Institut schloss daraus, dass Hersteller die Metallabgabe technisch weiter minimieren sollten.
Was Verbraucherinnen und Verbraucher beachten können
Die Bewertung bezieht sich auf die 2017 untersuchten Produkte und Prüfbedingungen. Sie erlaubt keine pauschale Aussage über jeden heute angebotenen emaillierten Grillrost. Hinweise des Herstellers zu Reinigung, Einbrennen und Nutzung sollten beachtet werden. Stark beschädigte, abplatzende oder korrodierte Beschichtungen sind ein Grund, den Rost nicht weiter für den Lebensmittelkontakt zu verwenden und beim Hersteller nach Ersatz zu fragen.
Quelle
Historische Behördenbewertung von 2018 / redaktionell eingeordnet am 6. September 2026 / food-monitor / KI
