Massgeschneiderte Milchproteine aus dem Bioreaktor

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GF-Projekt des Monats Februar 2026 im FEI-Internetauftritt.

Milchproteine prägen Struktur, Textur und Funktionalität zahlreicher Lebensmittel – von Käse und Joghurt bis hin zu Säuglingsnahrung und klinischer Ernährung. Zugleich steht ihre Herstellung zunehmend im Spannungsfeld von Nachhaltigkeit, Rohstoffverfügbarkeit und Prozessstabilität. Während Molkenproteine bereits erfolgreich mithilfe der Präzisionsfermentation, also durch die mikrobielle Herstellung einzelner Proteine, produziert werden, ist Casein als mengenmäßig wichtigste Proteinfraktion weiterhin eng an die tierische Erzeugung gebunden.

Für die überwiegend mittelständisch geprägte Milchindustrie ergibt sich daraus eine doppelte Herausforderung: Zum einen führt die natürliche Variabilität der Milch zu schwankenden Eigenschaften in der Weiterverarbeitung, zum anderen fehlen bislang skalierbare, allgemein zugängliche Verfahren zur biotechnologischen Herstellung funktional einsetzbarer Caseine.

Dieses aktuelle Projekt der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) greift diesen Bedarf auf. Das vom FEI koordinierte Vorhaben wird von zwei Forschungseinrichtungen der Technischen Universität München (Professur für Cellular Agriculture | Professur für Food Process Engineering) umgesetzt und die rekombinante Herstellung, Aufreinigung und Charakterisierung von Caseinen untersucht, um deren Eigenschaften, Wechselwirkungen und potenzielle Einsatzmöglichkeiten in Lebensmittelanwendungen belastbar zu bewerten.

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