Grillen mit Tiefkühlkost

Die langanhaltende Schönwetterperiode in Deutschland hat bereits dazu geführt, dass nicht nur die Sonne, sondern auch die Grillkohle bundesweit glüht. Die gute Nachricht: Der Sommer ist noch längst nicht vorbei. Aber haben Sie bei der Vorbereitung so mancher Grillabende auch schon mal einen Blick in die Tiefkühltruhe geworfen? Noch nicht? Dann wird es aber höchste Zeit, denn die dort gebotene Vielfalt an TK-Produkten eignet sich hervorragend zum Grillen.

Angefangen bei Burger-Patties und Chicken Wings über Brötchen und Kartoffelpuffer bis hin zu Fischfilets und Maiskolben – die Tiefkühltruhe lässt keine Wünsche offen und so kann auch spontan gegrillt werden, auch wenn die Geschäfte geschlossen haben. Allerdings muss man bei einigen TK-Produkten die Auftauzeit berücksichtigen, da nicht alles unaufgetaut auf den Grill wandern darf.

Das Deutsche Tiefkühlinstitut hat sich mit dem Grillspezialisten und Koch Karsten „Ted“ Aschenbrandt kompetente Hilfe an die Seite geholt. Der mehrfache Grillbuch-Autor, Grill-Seminarleiter und Catering-Profi verrät hier seine ultimativen Tipps, wenn es darum geht TK-Produkte auf den Grill zu legen.


Teds ultimative Grill-Tipps

1. Meine Devise: Eigentlich kann man alles, was man üblicherweise im Backofen zubereitet auch auf den Grill legen. Natürlich muss man dabei die unterschiedlichen Temperaturen und die sich dadurch verändernde Zubereitungszeit beachten. Tiefkühlprodukte eignen sich somit natürlich perfekt zum Grillen.

2. Keine Angst vor Tiefkühlfleisch! Tiefgekühltes Fleisch hat den Vorteil, dass es lange haltbar ist, und dass man es immer vorrätig haben kann. So kann auch mal spontan der Grill angeworfen werden! Weil man immer was im Haus hat, auch wenn die Geschäfte schon geschlossen sind! Allerdings muss man die Auftauzeiten natürlich berücksichtigen!

3. Tiefgekühltes Fleisch müsst Ihr – bevor es auf den Grill wandert – auftauen. Und dass am besten „low & slow“. Das bedeutet nicht bei Zimmertemperatur, sondern im Kühlschrank. Bei Geflügel müsst Ihr darauf achten, dass das Fleisch nicht in dem Tauwasser liegt. Also am besten in einem Sieb mit Auffangschale auftauen. Das Auftauen im Kühlschrank dauert ein bisschen länger – die Zeit solltet Ihr also einplanen! Wenn es schnell gehen soll, könnt Ihr das verpackte Fleisch auch in kaltes Wasser legen.

4. Tiefgekühlte Brötchen oder Brot können direkt unaufgetaut auf den Grill. Allerdings nicht direkt auf das Rost legen – wenn Euer Grill eine Vorrichtung zum Garen von Gemüse oder ein Warmhalterost etc. hat, dann sind auch die Backwaren hier am besten aufgehoben. Ansonsten an den Rand legen, damit sie zwar Hitze bekommen, aber nicht direkt voll über der Glut liegen. Tiefgekühlte Brötchen brauchen nämlich eine Weile, bis sie bis zum Kern hin durchgebacken sind. Eine tolle Beilage sind zum Beispiel Brotchips. Dazu die TK-Brötchen in Scheiben schneiden und nur diese kurz auf dem Grill backen.

5. TK-Gemüse könnt Ihr lecker mit etwas Öl, Kräutern, Knoblauch und Gewürzen verfeinern und dann in Backpapierpäckchen packen und dadurch „indirekt“ grillen. Toll passt dazu auch noch Schafskäse oder Mozzarella. Die fertig gewürzte Gemüse-Käsemischung dafür einfach auf großzügige Stücke Backpapier geben und die Päckchen zufalten und an den Enden mit Küchengarn zubinden – so dass quasi ein „Bonbon“ entsteht – und ab damit auf den Grill.

6. Es gibt auch tiefgekühlte Maiskolben. Die können einfach unaufgetaut bei kleiner bis mittlerer Hitze auf den Grill und schmecken besonders gut mit Kräuter- oder Knoblauchbutter. Meist sind die „Maiskolbenhalter“ schon in der Verpackung enthalten. Wenn die Maiskolben gar sind, runter vom Grill und die Halter rein pieken, damit man die Maiskolben auch vernünftig essen kann.

7. TK-Fisch sollte auch vor dem Grillen aufgetaut werden. Fischfilets, die aneinanderkleben, nicht mit Gewalt trennen. Einfach unter kaltes Wasser halten, dann lösen sie sich ganz einfach voneinander – Trockentupfen nicht vergessen. Auch bei TK-Fisch gilt: Der Auftauvorgang sollte „low & slow“ erfolgen – also auch besser langsam im Kühlschrank, als bei Zimmertemperatur. Ein Rezept für eine leckere Gemüse-Fischpfanne vom Grill findet Ihr auf der dti-Website unter http://www.tiefkuehlkost.de/info-center/rezepte/_OK?c=Grillen.

8. Rindfleisch solltet Ihr nach dem Grillen noch ein paar Minuten ruhen lassen, damit sich der Fleischsaft wieder gleichmäßig im Fleisch verteilen kann. Dadurch bekommt Ihr ein durch und durch saftiges Steak und der Fleischsaft läuft beim Anschneiden nicht aus.

Quelle: Deutsches Tiefkühlinstitut

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