ÖKO-TEST Ei-Ersatz

Mineralöl im Ei-Ersatz!

ÖKO-TEST Ei-ErsatzÖKO-TEST hat in der aktuellen März-Ausgabe zehn Ei-Ersatzprodukte untersucht. Das Resümee: Immerhin vier Produkte sind zu empfehlen. Allerdings sollte man von den restlichen Marken die Finger lassen. Denn sie enthalten Mineralöl, Phosphat und/oder Chlorat.

Wenn es um Eier geht, gibt es eine Menge Wörter, die ganz schnell ganz schlechte Laune machen. Kükenschreddern, Fipronil-Skandal, Salmonellen, Massentierhaltung – und schon dreht sich der Magen um. Eigentlich sollte man ja verzichten, oder? Aber deswegen nie wieder Pfannkuchen, Waffeln und Mousse au chocolat?

Weil immer mehr Menschen bewusst auf Eier verzichten möchten, hat die Industrie Alternativen entwickelt, die die Funktionen von Eiern in Cremes, Kuchen & Co. ersetzen sollen. Meist basieren die Pulver auf irgendeiner Form von Stärke aus Kartoffeln, Mais oder Lupinen.

ÖKO-TEST hat zehn Ei-Ersatzprodukte ins Labor geschickt und dort umfangreich untersuchen lassen. Das Ergebnis: Veganern kann ÖKO-TEST immerhin vier Produkte guten Gewissens empfehlen. Sie schneiden mit „sehr gut“ oder „gut“ ab. Von den anderen sechs ist das Verbrauchermagazin nicht so begeistert. Die Probleme: Mineralöl, Phosphat und Chlorat.

Die gesättigten Kohlenwasserstoffe MOSH/POSH stecken in sechs Ei-Ersatzprodukten. MOSH reichern sich im Körper an und haben im Tierversuch die Leber geschädigt. Weil MOSH sich anreichern, sind sie mittlerweile die größte Verunreinigung im menschlichen Körper.

Phosphat steckt nicht nur im Döner, sondern in vielen anderen Lebensmitteln auch. Es ist ein Zusatzstoff, den die Hersteller dem Ei-Ersatz bewusst zufügen. Das ist nicht nur völlig unnötig, es kann auch den Nieren schaden.

Der konventionelle Ei-Ersatz Loprofin

Statt Ei ist mit Chlorat verunreinigt, wasdie Jodaufnahme in der Schilddrüse hemmen kann. Zudem fügt Hersteller Nutricia Phosphat hinzu. Das ist nicht nur völlig unnötig, sondern kann den Nieren schaden. Gesamturteil: ausreichend.

In sechs Produkten stecken erhöhte Mengen von Chlorat, das die Pflanzen über gechlortes Wasser oder Dünger verunreinigen kann. Außerdem kann Chlorat durch Desinfektionsmittel während der Produktion in den Ei-Ersatz gelangen. Die Rückstände sind problematisch, weil bei längerer Chlorataufnahme die Jodaufnahme in die Schilddrüse gehemmt werden kann.

Bio ist nicht automatisch besser: Im Ei-Ersatz Antersdorfer Mühle ZauberEi ohne Ei, Bio, stecken außer Chlorat noch die gesättigten Kohlenwasserstoffe MOSH/POSH. Sie reichern sich im Körper an und haben in Tierversuchen die Leber geschädigt. Gesamturteil: ausreichend.

Welcher Ei-Ersatz ohne Bedenken in den Kuchen wandern kann und welche Produkte der Verbraucher besser im Regal stehen lässt, lesen Sie hier.

Das ÖKO-TEST-Magazin März 2018 gibt es seit dem 22. Februar 2018 im Zeitschriftenhandel.

Quelle: ÖKO-TEST

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