Laborergebnis ersetzt keine industrielle Sicherheitsprüfung.
27. September 2026, food-monitor Trendradar – Eine Laborstudie untersuchte Kaltplasma an fleischhaltigem Hummus aus Lammfleisch und Kichererbsen. Unmittelbar nach der Behandlung lag die Zahl zugesetzter Listerien rund 3,3 logarithmische Stufen unter der unbehandelten Kontrolle.
Keimzahlen stiegen während der Lagerung wieder an.
Auch in behandelten Proben vermehrten sich die Bakterien während der Kühllagerung erneut. Die anfängliche Reduktion bedeutet deshalb weder Sterilität noch eine allgemeine Sicherheitsgarantie. Prozessbedingungen, Produktqualität und Sicherheit müssen für den jeweiligen Einsatz gesondert validiert werden.
Kaltplasma nutzt unter anderem reaktive Teilchen. Dass die Behandlung ohne Auswirkungen auf Produkteigenschaften auskommt, lässt sich aus der Keimreduktion allein nicht ableiten.
Die Autoren geben keine finanzielle Förderung und keine kommerziellen Interessenkonflikte an.
Originalstudie: Goswami et al., Frontiers in Food Science and Technology, September 2026.
Quelle: frontiersin.org
Redaktionelle Einordnung: Interessantes Signal für die Lebensmittelsicherheit, jedoch nur an einer speziellen Lebensmittelmatrix untersucht. Die Übertragbarkeit auf andere Produkte, Anlagen und industrielle Abläufe ist nicht nachgewiesen; auch die sensorische Bewertung bleibt für eine Anwendung wichtig.
