Eine kleine randomisierte Studie liefert Hinweise auf einen ergänzenden Ernährungsansatz.
Eine 2026 veröffentlichte Studie mit 97 Erwachsenen untersuchte eine fastenimitierende Diät bei leichtem bis mittelschwerem Morbus Crohn. Das Deutsche Gesundheitsportal greift die Ergebnisse aktuell auf. 65 Teilnehmende ernährten sich drei Monate lang jeweils an fünf Tagen kalorienreduziert; 32 behielten ihre übliche Ernährung bei.
Nach dem dritten Zyklus erreichten 69,2 Prozent der Diätgruppe gegenüber 43,8 Prozent der Kontrollgruppe den primären Endpunkt: mindestens 70 Punkte weniger im Krankheitsaktivitätsindex CDAI oder einen Wert von höchstens 150. Eine klinische Remission erreichten 64,6 gegenüber 37,5 Prozent. Der Entzündungsmarker Calprotectin sank in der Diätgruppe um 22 Prozent, während er in der Kontrollgruppe um acht Prozent stieg.
Die Studie war nicht verblindet und erlaubt keine Aussage über langfristige Krankheitskontrolle. Müdigkeit und Kopfschmerzen waren in der Diätgruppe häufig. Ein Autor erklärte Unternehmensbeteiligungen und Patente zur untersuchten Ernährungsform.
Die Ergebnisse begründen keine Empfehlung zum eigenständigen Fasten oder zum Absetzen von Medikamenten. Weitere Studien sind erforderlich; eine solche Ernährungsintervention gehört bei Morbus Crohn in ärztliche Begleitung.
Quelle: deutschesgesundheitsportal.de
