Vesper in der Kita: ausgewogen, sicher und nachhaltig

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Kinder essen gemeinsam eine Zwischenmahlzeit in der Kita
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Eine Zwischenmahlzeit in der Kita soll zum Tagesablauf, zum Alter und zum individuellen Appetit des Kindes passen. Eine ausgewogene Vesperbox lässt sich zugleich abwechslungsreich, sicher und mit wenig Verpackungsabfall gestalten.

Was in eine ausgewogene Vesperbox gehört

Eine praktische Kombination besteht beispielsweise aus:

  • Vollkornbrot, ungesüßtem Müsli oder einem anderen Getreideprodukt,
  • altersgerecht vorbereitetem Gemüse oder Obst,
  • einem geeigneten Milchprodukt oder einer passenden pflanzlichen Komponente.

Wasser ist das bevorzugte Getränk. Alternativ eignet sich ungesüßter Kräuter- oder Früchtetee. Süße Getränke, Quetschies und stark zuckerhaltige Snacks sind für die tägliche Zwischenmahlzeit nicht erforderlich.

Mengenangaben können nur Orientierung geben. Kinder haben je nach Alter, Bewegung, Wachstum und übrigen Mahlzeiten unterschiedlichen Appetit. Häufige Reste sind ein Hinweis, die Portion gemeinsam mit Kind und Kita anzupassen.

Kühlkette und Hygiene beachten

Leicht verderbliche Lebensmittel wie Joghurt, Quark, Käse, Aufschnitt, Ei oder Speisen mit empfindlichen Füllungen müssen bis zum Verzehr ausreichend gekühlt bleiben. Eltern sollten mit der Kita klären, ob eine Kühllagerung möglich ist; andernfalls sind eine gut isolierte Tasche und geeignete Kühlelemente nötig.

Die Box wird täglich gereinigt und erst trocken wieder befüllt. Obst und Gemüse werden gewaschen, beschädigte Stellen entfernt und feuchte Speisen auslaufsicher verpackt.

Verschlucken bei kleinen Kindern vermeiden

Ganze Weintrauben, Kirschen mit Stein, Nüsse, harte rohe Gemüsestücke sowie kleine runde Lebensmittel können für Kleinkinder ein Aspirationsrisiko darstellen. Trauben und kleine Tomaten längs vierteln, Kerne und Steine entfernen und harte Lebensmittel altersgerecht raspeln, dünn schneiden oder weich garen. Ganze Nüsse gehören nicht in die Vesperbox kleiner Kinder; auch Spieße mit harten oder spitzen Stäbchen sind ungeeignet.

Weitere Hinweise zur altersgerechten Ernährung bietet das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit.

Nachhaltig verpacken und einkaufen

Eine robuste, auslaufsichere Mehrwegbox und eine wiederbefüllbare Trinkflasche vermeiden viele Einwegverpackungen. Saisonale und regionale Produkte können eine gute Orientierung sein, sind aber keine starre Pflicht. Ebenso wichtig sind passende Portionsgrößen, möglichst wenig Lebensmittelabfall und eine Auswahl, die das Kind tatsächlich isst.

Reste nur verwenden, wenn sie sicher sind

Unberührtes, hygienisch verpacktes und durchgehend gekühltes Essen kann je nach Lebensmittel noch verwendet werden. Leicht verderbliche Reste, die längere Zeit ungekühlt waren, bereits in Kinderhand gelangten oder mit Speichel in Kontakt kamen, sollten nicht für den nächsten Tag aufgehoben werden.

Unangeschnittenes Obst, trockenes Brot oder ungeöffnete Produkte lassen sich meist leichter weiterverwenden. Im Zweifel gilt: Sicherheit geht vor Abfallvermeidung.

Einfache Vesperideen

  • Vollkornbrot mit Frischkäse und fein geschnittenem Gemüse
  • Naturjoghurt mit Haferflocken und weichen Obststücken
  • Vollkornknäckebrot mit Linsenaufstrich und Apfelschnitzen
  • Weiche Gemüsewaffel mit einem gekühlten Quarkdip

Weiterführend: DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Kitas

Quelle: landeszentrum-bw.de / food-monitor / KI