Antientzündliche Ernährung bei Colitis ulcerosa: Nutzen vor allem bei aktiver Erkrankung

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Eine Metaanalyse von sechs randomisierten Studien deutet darauf hin, dass antientzündliche Ernährungsformen das klinische Ansprechen bei aktiver Colitis ulcerosa verbessern können.

Für eine Remission oder die Vorbeugung erneuter Krankheitsschübe zeigte sich dagegen kein statistisch gesicherter Vorteil. Die Ernährung kann daher allenfalls eine ärztlich abgestimmte Ergänzung der Behandlung sein und ersetzt keine medikamentöse Therapie.

Die Autorinnen und Autoren werteten sechs randomisierte kontrollierte Studien mit insgesamt 359 Teilnehmenden im Alter von 12 bis 75 Jahren aus. Untersucht wurden unterschiedliche vollwertige, entzündungshemmend ausgerichtete Ernährungskonzepte bei aktiver oder ruhender Colitis ulcerosa.

Bei aktiver Erkrankung war ein klinisches Ansprechen unter der Ernährungsintervention häufiger als in den Kontrollgruppen. Das relative Risiko lag bei 1,82. Auch der Entzündungsmarker Calprotectin im Stuhl sank im Mittel stärker. Für eine klinische Remission sowie für Rückfälle bei ruhender Erkrankung ergaben die zusammengefassten Daten hingegen keinen signifikanten Unterschied.

Die Ergebnisse sprechen damit für ein mögliches unterstützendes Potenzial, erlauben wegen der kleinen Zahl und der unterschiedlichen Ernährungsansätze aber keine allgemeingültige Diätempfehlung. Auch andere Untersuchungen befassen sich mit antientzündlicher Ernährung und ihren gesundheitlichen Wirkungen.

Originalstudie und bibliografische Angaben bei PubMed

Quelle: deutschesgesundheitsportal.de