Selbstorganisierte Zellverbände könnten die Forschung an kultiviertem Fleisch voranbringen.
Ein Team am EMBL Barcelona hat aus embryonalen Rinderstammzellen dreidimensionale Verbände mit Muskel-, Nerven- und blutgefäßbildenden Zellen entwickelt. Das berichtet FoodNavigator. Die Zellen organisieren sich gemeinsam, statt dass separat erzeugte Zelltypen nachträglich zusammengesetzt werden.
Embryonale Zellen können sich länger vermehren und in verschiedene Zelltypen entwickeln als bereits stärker festgelegte adulte Stammzellen. Im Experiment entstanden Muskelfasern neben Netzwerken aus Endothelzellen sowie Nervenzellen, die mit dem Muskel interagieren. Solche Modelle können helfen, die Entwicklung komplexer Gewebe besser zu untersuchen.
Noch keine wirtschaftliche Steakproduktion.
Die Zellverbände sind bislang sehr klein. Für größere Gewebe wären weiter ausgereifte Gefäßnetzwerke nötig, die eine Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen ermöglichen. Hinzu kommen hohe Kosten der Kulturmedien. Die Arbeit belegt deshalb keine marktreife oder wirtschaftlich skalierbare Fleischherstellung.
Ihr unmittelbarer Nutzen liegt in der Forschung. Größenmaßstab und Produktionskosten gehören auch allgemein zu den Hürden für Fleisch und Fisch aus dem Bioreaktor.
Quelle: foodnavigator.com / food-monitor
