Vielfältige Agrarlandschaften können Grünland bei Dürre stabilisieren

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Kleinteiligere und vielfältiger genutzte Landschaften können die Folgen von Trockenheit für Grünland mindern.

Satellitenvergleich unterschiedlich großer Agrarflächen beiderseits der ehemaligen innerdeutschen Grenze
Abbildung: © ESRI World Imagery/Ferro et al. (2026)

Das berichtet die Universität Bonn anhand einer Untersuchung zur kombinierten Dürre und Hitzewelle 2018. Verglichen wurden Agrarlandschaften in Ost- und Westdeutschland, deren Strukturen sich infolge der historischen Bewirtschaftung unterscheiden.

Das Team verknüpfte Satelliten- und Fernerkundungsdaten mit einem Ansatz zur Untersuchung von Ursache und Wirkung. Ein Pflanzenwachstumsmodell ergänzte die Abschätzung möglicher Biomasseverluste. In stärker vereinheitlichten Landschaften fielen während der Dürre mehr Grünflächen aus; auch die Pflanzenmasse nahm ab. Unterschiede im Wasserrückhalt spielen nach Darstellung der Forschenden eine Rolle.

Offen bleibt, ob Vorteile größerer Betriebe in normalen Jahren deren Nachteile bei extremer Trockenheit ausgleichen. Die Ergebnisse sind deshalb keine pauschale Aussage über die Wirtschaftlichkeit einzelner Betriebsgrößen. Sie ergänzen die Diskussion über Anpassungsstrategien der Landwirtschaft an Dürre.

Studie: Ferro und Kollegen, American Journal of Agricultural Economics.

Quelle: uni-bonn.de