Cloud Bread, auch Wolkenbrot genannt, besteht in der verbreiteten herzhaften Variante vor allem aus Eiern und Frischkäse. Die luftigen Fladen können belegt oder als Beilage serviert werden, sind aber weder in Zutaten noch in Struktur mit klassischem Brot gleichzusetzen.

Was Cloud Bread von Brot unterscheidet
Klassisches Brot erhält seine Krume aus einem Teig mit Getreidemehl, Wasser, Salz und einem Triebmittel wie Hefe oder Sauerteig. Cloud Bread bildet seine lockere Struktur dagegen hauptsächlich aus aufgeschlagenem Eiweiß. Eine ausführliche Einordnung von Mehl, Teigstruktur und Triebmitteln bietet der Ratgeber „Brot selbst backen: Grundzutaten, Hefe, Sauerteig und Zeit“.
Weil kein Getreidemehl nötig ist, enthält die Grundvariante weniger Kohlenhydrate als übliches Brot. Sie liefert jedoch auch nicht dessen typische Menge an Stärke und Ballaststoffen. Der Eiweiß-, Fett- und Salzgehalt hängt von Rezept und Portionsgröße ab. Die Bezeichnungen „Low Carb“ oder „proteinreich“ machen einen Fladen daher nicht automatisch ausgewogen oder für jede Ernährungsform passend.
Zutaten und Grundmethode
Typische Rezepte kombinieren Eier mit einer kleinen Menge körnigem oder streichfähigem Frischkäse. Backpulver, Zitronensaft oder Weinstein können den Eischnee je nach Rezept unterstützen; sie sind nicht beliebig austauschbar. Zucker gehört nur in süße Varianten. Welche Eigenschaften, Allergene und Lagerregeln bei körnigem Frischkäse gelten, erklärt die Warenkunde „Hüttenkäse: körniger Frischkäse, Verwendung und Lagerung“.
- Backofen nach dem gewählten Rezept vorheizen und ein Blech mit Backpapier vorbereiten.
- Eier sauber trennen. Schüssel und Rührbesen müssen fettfrei sein, damit das Eiweiß stabil aufschlägt.
- Eigelb und Frischkäse glatt rühren. Eiweiß steif, aber nicht trocken schlagen.
- Den Eischnee in mehreren Portionen vorsichtig unterheben, damit möglichst viel Luft erhalten bleibt.
- Kleine Fladen mit Abstand aufsetzen und nach Rezept backen, bis Oberfläche und Mitte vollständig gesetzt sind. Backzeit und Temperatur richten sich nach Größe, Zusammensetzung und Ofen.
Der rohe Teig sollte wegen der Eier nicht probiert werden. Spritzer sofort entfernen, Hände und Geräte nach dem Kontakt mit rohem Ei gründlich reinigen und die Fladen vollständig durcherhitzen.
Herzhafte und süße Varianten
Für eine herzhafte Fassung eignen sich beispielsweise Kräuter oder milde Gewürze. Nüsse, Mandeln und Sesam verändern nicht nur Geschmack und Textur, sondern bringen zusätzliche kennzeichnungspflichtige Allergene mit. Süße Varianten mit Zucker und Stärke ähneln eher Baiser als einem Brotersatz. Flüssige oder schwere Zutaten sparsam verwenden, weil sie den Eischnee zusammenfallen lassen können.
Glutenfrei nur unter klaren Bedingungen
Die Grundzutaten Ei und naturbelassener Frischkäse enthalten kein Gluten. Für Menschen mit Zöliakie reicht das allein jedoch nicht: Backpulver, Stärke, Gewürzmischungen und weitere Zutaten müssen geeignet sein, und Arbeitsflächen sowie Geräte dürfen nicht mit glutenhaltigem Mehl verunreinigt sein. Maßgeblich sind Zutatenliste und gegebenenfalls eine ausdrückliche Glutenfrei-Kennzeichnung. Ei und Milch sind unabhängig davon als Allergene zu beachten.
Aufbewahren und servieren
Cloud Bread schmeckt frisch am luftigsten. Vollständig auskühlen lassen und Reste wegen der ei- und frischkäsehaltigen Rezeptur zügig abgedeckt kühlen. Feuchte, klebrige, schimmelige oder auffällig riechende Fladen nicht mehr essen. Für Burger oder Mini-Pizzen erst kurz vor dem Servieren belegen, damit die weiche Struktur nicht durchweicht.
Ursprüngliche Quelle: Heike Kreutz, Bundeszentrum für Ernährung.
Redaktionell und fachlich aktualisiert: food-monitor, August 2026.
Quellen: Bundeszentrum für Ernährung: Eier – Gesundheit und Umwelt; Bundeszentrum für Ernährung: Getreide-ABC Gluten; Bundesinstitut für Risikobewertung: Lebensmittelinfektionen im Privathaushalt.
