Die JRC warnt vor Ernteausfällen durch Hitze und Dürre, während im südlichen Afrika und in Teilen Asiens gute Ernten erwartet werden.
Der globale Agrarausblick für Juli 2026 zeigt stark gegensätzliche Entwicklungen zwischen den Regionen.
Nach der aktuellen Bewertung der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission (JRC) wird die Getreideproduktion im südlichen Afrika auf 43,4 Millionen Tonnen geschätzt. Damit liegt sie fast zehn Prozent über dem Fünfjahresdurchschnitt. Für Sambia wird mit 4,94 Millionen Tonnen Mais sogar eine Rekordernte prognostiziert. Trockenheit in Angola und Überschwemmungen in Mosambik beeinträchtigen jedoch die lokalen Erträge.
In Ostafrika verschärfen Hitzewellen, ausbleibende Niederschläge und die Entwicklung von El Niño die Risiken für die Landwirtschaft. Besonders betroffen sind unter anderem Sudan, Südsudan, Äthiopien, Eritrea und Somalia. Konflikte, Vertreibung und gestörte Märkte erhöhen zugleich die Gefahr akuter Ernährungsunsicherheit.
Auch für Teile Lateinamerikas und der Karibik erwartet die JRC erhebliche Belastungen. Hitze und Dürre könnten im zentralamerikanischen Trockenkorridor und in Teilen des nördlichen Südamerikas zu Ernteverlusten führen. An der südamerikanischen Pazifikküste und in Teilen der Anden steigt dagegen das Risiko von Überschwemmungen und Erdrutschen.
Wie Lebensmittelunternehmen solche Risiken strategisch berücksichtigen, behandelt ein gesonderter Bericht zur Klimaresilienz in der Lebensmittelwirtschaft.
Zur späteren Entwicklung der Ernährungslage: JRC-Halbjahresbericht zu globalen Ernährungskrisen.
