FlurWin entwickelt Perspektiven für freiwerdende Rebflächen

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Das neue Projekt FlurWin entwickelt und erprobt nachhaltige Nutzungsalternativen für Rebflächen, die aus dem Weinbau fallen.

Wirtschaftlicher Strukturwandel, sinkender Weinkonsum und der Klimawandel erhöhen den Anpassungsdruck auf Weinbaubetriebe und Kulturlandschaften.

Sinkender Weinkonsum, steigende Produktionskosten und klimatische Veränderungen könnten dazu führen, dass kleinere und größere Rebflächen zumindest zeitweise aus der weinbaulichen Nutzung fallen. Die Hochschule Geisenheim untersucht im dreijährigen Projekt FlurWin, wie sich dieser Wandel aktiv gestalten lässt.

Gemeinsam mit Partnern aus Weinbau, Kommunen, Verbänden, Naturschutz und Wissenschaft will das Projekt praxistaugliche Alternativen für einzelne Parzellen und ganze Weinbergsfluren entwickeln. Neben wirtschaftlichen Gesichtspunkten stehen Klimaanpassung, Biodiversität und die langfristige Entwicklung der Kulturlandschaft im Mittelpunkt. Erprobte Optionen sollen anschließend in einem Praxisleitfaden gebündelt werden.

Modellcharakter über den Rheingau hinaus

Für den Rheingau geht der Projektantrag davon aus, dass perspektivisch bis zu 20 Prozent der Rebfläche betroffen sein könnten. Freiwerdende Flächen stellen nicht nur Betriebe, sondern auch Kommunen vor Fragen der Pflege, Finanzierung und künftigen Nutzung.

FlurWin will deshalb ökologische, wirtschaftliche, praktische und rechtliche Aspekte zusammenführen. Untersucht werden permanente und zeitweise Umnutzungen sowie die Wirkung einer größeren Kulturpflanzenvielfalt und zusätzlicher naturnaher Strukturen auf die Biodiversität.

Das Vorhaben wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert. Ausgewählte Ansätze sollen modellhaft umgesetzt werden und auch auf andere Weinbauregionen übertragbar sein.

Ein weiteres konkretes Anpassungsprojekt beschreibt die LfL-Forschung zu klimaresilienten Kulturarten und Anbausystemen. Dort werden Alternativen für Trockenlagen in Bayern geprüft; FlurWin behandelt die künftige Nutzung freiwerdender Rebflächen und zusätzlich den wirtschaftlichen Strukturwandel im Weinbau.

Quelle: hs-geisenheim.de