Nährwertwerbung: Einzelne Angaben machen ein Produkt nicht insgesamt gesünder

Einzelne Angaben wie „weniger Fett“ beschreiben nicht das gesamte Nährwertprofil.

Eine US-Auswertung von nahezu 150.000 neu eingeführten Lebensmitteln und Getränken zeigt: Produkte mit nährwert- oder gesundheitsbezogenen Angaben sind nicht durchgehend günstiger zusammengesetzt. Deutschlandfunk Nova berichtet darüber; die zentralen Ergebnisse bestätigt eine Mitteilung der Cornell University.

Die Forschenden bewerteten Daten aus rund zehn Jahren mit dem britischen Nutrient Profiling Model. Dieses berücksichtigt unter anderem Energie, Zucker, Natrium und gesättigte Fette sowie Ballaststoffe, Protein und Obst- und Gemüseanteile. Zwei Drittel der untersuchten Produkte wurden insgesamt als weniger gesund eingestuft, obwohl etwa die Hälfte entsprechende Verpackungsangaben trug.

Weniger von einem unerwünschten Nährstoff kann mit mehr von einem anderen einhergehen. Eine einzelne zutreffende Angabe belegt deshalb keinen insgesamt günstigeren Nährwert. Die Untersuchung bewertet Produktzusammensetzungen im US-Markt, nicht gesundheitliche Wirkungen bei einzelnen Menschen. Für den Vergleich zählt die gesamte Nährwerttabelle; „natürlich“ oder „Bio“ allein sagt nichts über Zucker-, Fett- oder Salzgehalte aus.

Quelle: deutschlandfunknova.de