Was aus den Resten beim Kürbisschnitzen noch Leckeres wird

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Kürbisschnitzen ist eine beliebte Aktivität im Herbst.

Oft landen die Kerne und das Fruchtfleisch nach dem Schnitzen jedoch im Müll – doch das muss nicht sein. „Die meisten Halloweenkürbisse sind essbar. Zum Schnitzen wird oft die Speisekürbis-Sorte Ghost Rider genutzt, dessen Kerne und Fruchtfleisch sich noch vielseitig weiterverarbeiten lassen“, erklärt Marina Knust vom Projekt Wertvoll NRW der Verbraucherzentrale NRW, das sich für die Wertschätzung von Lebensmitteln einsetzt.

Geschnitzte Halloweenkürbisse, Kürbisstücke und Kerne auf einem Holztisch.

Foto: Verbraucherzentrale NRW / adpic

Die Kerne der Kürbisse sind reich an verschiedenen Nährstoffen, Proteinen und ungesättigten Fettsäuren. Zur Weiterverarbeitung kann man die Kerne ein bis zwei Tage bei Zimmertemperatur oder etwa eine Stunde bei 50 Grad im Ofen trocknen. Im Anschluss lassen sie sich mit etwas Öl und Gewürzen im Ofen oder in der Pfanne rösten. Die gerösteten Kerne sind ein leckeres Topping für Müsli und Suppen oder schmecken gut als Snack. Luftdicht verschlossen halten sie sich mehrere Wochen.

Auch das Kürbisfleisch ist vielseitig verwendbar. Daraus lassen sich beispielsweise Kürbissuppe, Kürbisgnocchi oder ein selbstgemachter Kürbisaufstrich zubereiten. Für eine Suppe einfach das Kürbisfleisch zusammen mit Zwiebeln und Ingwer anbraten, mit Gemüsebrühe aufgießen und köcheln lassen. Sobald der Kürbis weich ist, Sahne oder eine pflanzliche Alternative dazugegeben und die Suppe anschließend pürieren. Die Weiterverwendung der Kürbisreste trägt dazu bei, wertvolle Lebensmittel möglichst vollständig zu nutzen.

Mehr Tipps zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen: www.verbraucherzentrale.nrw/unsere-lebensmittel

Quelle: Verbraucherzentrale NRW


food-monitor-Rezept: Kürbis-Kartoffel-Suppe mit Ingwer und gerösteten Kürbiskernen

Aus dem frischen Fruchtfleisch, das beim Schnitzen eines Speisekürbisses übrig bleibt, wird eine cremige Herbstsuppe. Kartoffeln sorgen für Bindung, Ingwer für eine leichte Schärfe und geröstete Kürbiskerne für Biss.

Kürbis-Kartoffel-Suppe mit Sahneswirbel, gerösteten Kürbiskernen und Petersilie in einer Keramikschale.

KI-generiertes Rezeptbild: food-monitor / OpenAI

Für 4 Portionen · Vorbereitung: ca. 15 Minuten · Garzeit: ca. 20 Minuten · Gesamtzeit: ca. 35 Minuten

Zutaten

  • 600 g frisches Kürbisfruchtfleisch von einem Speisekürbis, z. B. Ghost Rider, ohne Schale, Kerne und faseriges Inneres gewogen
  • 200 g Kartoffeln
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 10 g frischer Ingwer
  • 2 EL Rapsöl
  • 800 ml Gemüsebrühe, bei Bedarf etwas mehr
  • 100 ml Sahne oder ungesüßte pflanzliche Kochcreme
  • 30 g geschälte Kürbiskerne
  • 1–2 TL Zitronensaft
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 2 EL gehackte Petersilie

Zubereitung

  1. Vorbereiten: Kürbisfruchtfleisch in etwa 2 cm große Stücke schneiden. Kartoffeln schälen und klein würfeln. Zwiebel und Ingwer schälen und fein hacken.
  2. Andünsten: Rapsöl in einem großen Topf erhitzen. Die Zwiebel bei mittlerer Hitze 3 Minuten glasig dünsten. Ingwer, Kürbis und Kartoffeln dazugeben und unter Rühren weitere 2 Minuten mitdünsten.
  3. Garen: Gemüsebrühe angießen, aufkochen und zugedeckt bei kleiner Hitze etwa 15–20 Minuten köcheln lassen, bis Kürbis und Kartoffeln weich sind.
  4. Kerne rösten: Währenddessen die geschälten Kürbiskerne in einer Pfanne ohne zusätzliches Fett bei mittlerer Hitze 3–5 Minuten rösten. Häufig wenden und herausnehmen, sobald sie duften und leicht gebräunt sind.
  5. Pürieren und abschmecken: 2 EL der Sahne oder Kochcreme für die Garnitur zurückbehalten. Den Rest zur Suppe geben und alles mit dem Stabmixer fein pürieren. Falls die Suppe zu dick ist, etwas Gemüsebrühe ergänzen. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken und nochmals kurz erhitzen.
  6. Servieren: Die Suppe auf vier Schalen verteilen, mit der zurückbehaltenen Sahne oder Kochcreme beträufeln und mit Kürbiskernen und Petersilie bestreuen.

Tipp zur Resteverwertung

Für das Topping lassen sich auch die beim Schnitzen gewonnenen Kerne nutzen: anhaftendes Fruchtfleisch entfernen, die Kerne waschen und wie oben beschrieben vollständig trocknen. Anschließend rösten und bei einer harten Schale die essbaren inneren Kerne herauslösen. Die Zutatenmenge von 30 g bezieht sich auf die geschälten Kerne; Trocknen und Schälen sind in der angegebenen Zubereitungszeit nicht enthalten.

Hinweis zur Kürbisauswahl: Nur frisches, sauber gewonnenes Fruchtfleisch eines ausdrücklich essbaren Speisekürbisses verwenden. Das Rezept ist für die Reste unmittelbar beim Schnitzen gedacht. Bereits als Laterne aufgestellte oder mit Kerzen, Farbe oder anderen Bastelmaterialien in Kontakt gekommene Kürbisse nicht dafür verwenden. Zierkürbisse und bitter schmeckende Kürbisse gehören nicht in die Suppe. Weitere Hinweise der Verbraucherzentrale NRW zu essbaren Kürbissen.

Rezept: für food-monitor mit KI-Unterstützung erstellt.