Der schönste Tisch im Mittelmeer hat keine Speisekarte

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Im Santa Irini Retreat auf Therasia wird nicht bestellt, sondern aufgetischt.

Therasia / München – 6. Oktober 2026 – Im Santa Irini Retreat auf Therasia liegt Luxus nicht in Sternebewertungen, sondern in der bewussten Abwesenheit von Dingen und echter menschlicher Zuwendung: „Philotimo“, wie es die Griechen nennen, eine Haltung, die weit mehr als Gastfreundschaft beschreibt, ein aufrichtiges Willkommen in einer Familie, die Verantwortung für Traditionen übernimmt. Die Gastgeber Paris Savvidis und Dimitris Kriezis führen Menschen an einem Ort zusammen, der Rückbesinnung auf das Wesentliche ermöglicht. Im Zentrum steht eine Freiluftküche mit einem großen Tisch, der liebevoll bestückt wird mit dem, was der eigene Gemüse- und Kräutergarten saisonal hergibt. Dazu brodelnde Gerichte aus dem Vulkansteinofen, zubereitet nach alten Rezepten, die Kindheitserinnerungen wecken und ein Griechenland erschmecken lassen, wie es einmal war.

Aufgetischt, was die Jahreszeiten hergeben: Vom Frühstück bis zur “Cooking Experience” stehen gepflegte Traditionen und saisonale Küche im Mittelpunkt. (c) Santa Irini Retreat

Angelehnt an eine kleine Kirche verbergen sich vier Suiten hinter weißem Kalkstein, gebaut nach traditionellen kykladischen Methoden, auf einer griechischen Insel, die kaum jemand kennt. Kein Poolbar-Trubel, keine Concierge-Routine. Stattdessen: der Geruch von frisch Gebackenem oder Gekochtem, wenn man aus seinem Refugium auf den Innenhof tritt, der wie ein griechischer Dorfplatz anmutet. Unter einer Pergola steht ein langer einladender Holztisch, drumherum Erinnerungen in Form von historischen Kochutensilien, Amphoren und Körben, die teils aus dem Familienerbe stammen oder die Gastgeber auf lokalen Märkten erstanden haben – keine Designhotellerie, sondern stilvoll gestaltete Heimeligkeit.

Herzstück der Küche ist ein traditioneller Holzofen aus lokalem Vulkangestein unter freiem Himmel – gebaut nach jener Handwerkskunst, mit der Familien auf Therasia seit Generationen ihre täglichen Mahlzeiten zubereiten. Im herunterbrennenden Feuer entstehen hausgemachtes Brot, traditionelle Pasteten (Pites) und Gerichte, die stundenlang schmoren dürfen, damit sich die Aromen voll entfalten. Zu den Klassikern zählen Tomatokeftedes – knusprig frittierte Bällchen aus den süßen Kirschtomaten Therasias, Zwiebeln und Kräutern – sowie frischer Fisch, langsam gegart in der Gastra, einer traditionellen, mit einem Deckel verschlossenen Tontopfform, die direkt in der Glut des Ofens versenkt wird.

Währenddessen macht sich Köchin Flora an den kalten Beilagen und Vorspeisen zu schaffen. Die gebürtige Insulanerin hat auf dem Land des Santa Irini Retreats schon als Kind gespielt. Heute kocht sie leidenschaftlich nach den Rezepten ihrer Vorfahren, die Paris und Dimitris wie ein Vermächtnis hüten. Zum Einsatz kommt viel Knoblauch und Oregano, ein Hauch Minze für den extra Pfiff. Morgens erntet Flora Zucchini oder die für die Region typischen weißen Auberginen – milder und weniger bitter als ihre violetten Verwandten – für Omelettes, dazu cremige Fava aus gelben Erbsen, den würzigen Weichkäse Chloro mit Kapern, und zum Nachtisch Melitinia, kleine offene Käsetörtchen mit frischem Mizithra und einem Hauch Mastix, oder Milchpuddingkuchen.

Im Santa Irini Retreat bestimmen Garten, Meer und Jahreszeit, was auf den Tisch kommt; eine Menükarte braucht es nicht. Dass die Gäste nicht aus einer großen Karte wählen können, fühlt sich nicht nach Begrenzung an. Es ist vielmehr eine geschmackliche Offenbarung, um die man sich vermutlich mit eigener Auswahl gebracht hätte.

Vom traditionellen Gemeinschaftsfest zum Kocherlebnis für Gäste

Die Freiluftküche des Santa Irini Retreats geht auf eine alte Inseltradition zurück. Seit 1983 folgt Dimitris dem Vorbild seiner Großtante und richtet jedes Jahr am 5. Mai, dem Namenstag der Heiligen Irini, das Panigiri-Fest an der kleinen Kapelle Agia Irini aus. Zu Ehren der Schutzheiligen wird auf offenem Feuer in großen Kupferkesseln (Kazania) nach überlieferten Rezepten gekocht, und Speisen und Wein werden kostenlos an die Inselbewohner verteilt. Gemeindefeste sind auf den Kykladen bis heute wichtiger Bestandteil der Gesellschaft, um immer wieder mit Nachbarn, Familie und Freunden an einem Tisch zusammenzukommen. Aus diesem Ritual hat der leidenschaftliche Hobbykoch Paris ein traditionelles Kocherlebnis für seine Gäste kreiert: Sie entfachen den Ofen wie vor Jahrtausenden mit getrockneten Rebzweigen und bereiten klassische griechische Gerichte zu und genießen Gaumenfreuden und Geselligkeit mit Weitblick über die Caldera.

Ein besonderes Erlebnis ist die Zubereitung von Melitzanosalata, ein rauchiger Auberginenaufstrich, für den zunächst ganze Auberginen in den Ofen “geworfen” werden, bevor sie gehäutet, zerkleinert und mit reichlich Knoblauch und Olivenöl versehen werden. Weiter geht es beispielsweise mit Garnelen-Saganaki in würziger Tomatensauce mit Feta und vielleicht einem Schuss Ouzo. Alle Zutaten kommen zuerst aus dem eigenen Garten, dann von Erzeugern auf Therasia und Santorin. Genussvoller lokaler Begleiter ist der heimische Assyrtiko – ein charaktervoller Wein von Trauben, die in zu Körben gebundenen Trieben (der traditionellen „Kouloura“-Erziehung) auf Vulkanboden wachsen, damit sie Sonne und Meltemi-Wind trotzen und Feuchtigkeit aus dem morgendlichen Meeresnebel statt aus dem seltenen Regen ziehen können. “Mehr noch als ein Kochkurs ist es eine Begegnung mit der Gastronomie Therasias, echter Gastfreundschaft und der zeitlosen Freude am gemeinsamen gedeckten Tisch: Man kocht, teilt, erzählt, lacht und bleibt sitzen, bis die Glut erlischt. Vielleicht wird sogar noch getanzt…”, beschreibt Paris die “Cooking Experience” des Santa Irini Retreats.

Angebot für Medienvertreter: Auf Wunsch organisieren wir gern ein Video- oder Telefon-Interview mit Paris Savvidis und Dimitris Kriezis.

Text & Foto-Download (c) Santa Irini Retreat

ÜBER SANTA IRINI RETREAT

Santa Irini Retreat ist ein historisches Boutique-Refugium auf der ruhigen Kykladeninsel Thirasia. Das griechische Eiland mit knapp 200 Einwohnern ist von der gegenüberliegenden Insel Santorin mit öffentlichen und privaten Bootsverbindungen erreichbar. Das Anwesen liegt rund um die Kirche Agia Irini, die Santorin ihren Namen gab, und verbindet traditionelle, minimalistische Architektur mit modernem Komfort.

Mit vier Suiten und zwei traditionellen Räumen in zwei Gebäuden bietet das Hideaway Platz für 18 Gäste und eignet sich insbesondere für exklusive Gruppenaufenthalte, private Anmietungen sowie Retreat-Formate. Gäste erwarten ein privater Innenhof, Pool mit Blick auf die Caldera, traditionelle Küche mit Holzofen, eigener Gemüsegarten sowie ein vielfältiges Aktivitätsangebot – von Kulinarik und Wein über Wandern bis hin zu Boots- und Naturerlebnissen. Im Fokus steht ein entschleunigtes, authentisches Inselerlebnis im Sinne von Slow Living, fernab klassischer Touristenströme. santairini.gr

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