Lorbeer: Vielseitig in der Küche

Nicht nur für Suppen und Eintöpfe.

Kartoffeln mit zwei Lorbeerblättern
Foto: food-monitor / KI

(BZfE) – Lorbeerblätter würzen nicht nur Suppen, Eintöpfe, Gulasch und Braten. Ein, zwei Blätter im Kochwasser können auch Kartoffeln, Nudeln oder Klößen eine besondere Note verleihen. Hülsenfrüchte wie Bohnen und Linsen sowie Gerichte mit Reis, Gemüse oder Pilzen lassen sich ebenfalls damit würzen.

Für die Küche eignen sich getrocknete, ganze Lorbeerblätter besonders gut. Sie haben eine blumige Würze mit herben, leicht kampferartigen Nuancen. Lorbeer gibt sein Aroma langsam an das Gericht ab. Daher passen die Blätter besonders gut zu Speisen, die lange garen oder ziehen müssen. Das sind etwa Braten und Soßen, Wild, Fleisch- und Fischragouts. Auch Kohlgerichte wie Sauerkraut und Rotkohl lassen sich mit Lorbeer würzen.

Lorbeer harmoniert außerdem gut mit sauren Speisen wie eingelegten Gurken, Mixed Pickles oder Marinaden für Fleisch und Fisch. Auch eine Kartoffelsuppe, eine Tomaten- und Béchamelsoße oder ein Chutney profitieren von seinem würzigen Aroma. Frischer Lorbeer schmeckt etwas bitterer und erfrischend nach Eukalyptus. Da frische Blätter stärker als getrocknete Blätter würzen, kommen sie erst kurz vor Ende der Garzeit in ein Gericht.

Ein Küchentipp: Getrocknete Lorbeerblätter entfalten ihr Aroma noch besser, wenn sie kurz in einer trockenen Pfanne angeröstet werden. Generell sollte Lorbeer sparsam dosiert werden: Für ein Rezept für vier bis sechs Personen reichen meist zwei bis drei Blätter. Vor dem Servieren werden sie entfernt. Das gilt auch für das französische Kräutersträußchen „Bouquet garni“, das klassisch aus Petersilie, Thymian und frischem Lorbeer besteht und Suppen, Soßen und Schmorgerichte aromatisiert.

Der immergrüne Lorbeerbaum (Laurus nobilis) wächst wild im Mittelmeerraum und wird dort auch kultiviert. Seine lanzettförmigen, dunkelgrünen Blätter sind ledrig, zäh und auf der Oberseite glänzend. Sie werden von Hand gepflückt und schonend getrocknet, damit möglichst viel Farbe und Aroma erhalten bleiben. Zu den Inhaltsstoffen zählen unter anderem ätherische Öle und Gerbstoffe.

Im Handel gibt es getrockneten Lorbeer als ganze, geschnittene oder gemahlene Blätter. Die ganzen Blätter sind bei guter Qualität stiellos, von grünem bis olivem Farbton und unversehrt. Braune Farbtöne deuten auf mindere Qualität hin. Dunkel, luftdicht und trocken gelagert, bleibt ihr Aroma ein bis zwei Jahre lang erhalten. Frische Lorbeerblätter sind in deutschen Supermärkten dagegen eher selten zu finden. Diese gibt es eher auf Wochenmärkten oder als Frischkräuter im Topf.

Heike Kreutz, bzfe.de

Quelle: bzfe.de

 


Rezept: Kartoffel-Möhren-Eintopf mit Lorbeer

Kartoffel-Möhren-Eintopf mit Lauch und Petersilie in einer weißen Schale; zwei Lorbeerblätter liegen daneben
Foto: food-monitor / KI

Beim sanften Köcheln geben die Lorbeerblätter ihr würziges Aroma an die Gemüsebrühe ab. Vor dem Servieren werden sie wieder entfernt.

Für 4 Portionen · Vorbereitung: ca. 15 Minuten · Garzeit: ca. 30 Minuten · Gesamtzeit: ca. 45 Minuten

Zutaten für 4 Portionen

  • 800 g vorwiegend festkochende Kartoffeln
  • 400 g Möhren
  • 1 Stange Lauch (ca. 250 g geputzt)
  • 1 große Zwiebel (ca. 150 g)
  • 2 EL Rapsöl
  • 1,2 l Gemüsebrühe
  • 2 ganze getrocknete Lorbeerblätter (Küchenlorbeer, Laurus nobilis)
  • 2 EL frisch gehackte Petersilie
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung

  1. Kartoffeln und Möhren schälen. Kartoffeln in etwa 2 cm große Würfel, Möhren in etwa 5 mm dicke Halbmonde schneiden. Lauch längs aufschneiden, gründlich zwischen den Blättern waschen und in dünne Ringe schneiden. Zwiebel schälen und fein würfeln.
  2. Rapsöl in einem großen Topf auf mittlerer Stufe erhitzen. Zwiebel darin etwa 3 Minuten glasig dünsten. Möhren und Lauch dazugeben und unter Rühren weitere 2 Minuten dünsten.
  3. Kartoffeln, Gemüsebrühe und die beiden ganzen Lorbeerblätter hinzufügen. Aufkochen und anschließend zugedeckt bei niedriger Hitze etwa 20 bis 25 Minuten sanft köcheln lassen, bis Kartoffeln und Möhren weich sind. Gelegentlich umrühren.
  4. Beide Lorbeerblätter vollständig herausnehmen und entsorgen. Für eine leicht sämige Konsistenz einige Kartoffelstücke mit einem Löffel am Topfrand zerdrücken und unterrühren. Den Eintopf mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Auf vier tiefe Teller oder Schalen verteilen und mit der gehackten Petersilie bestreut heiß servieren.

Serviervorschlag: Dazu passt kräftiges Vollkorn- oder Bauernbrot.

Küchentipp: Die Lorbeerblätter im Ganzen mitgaren, damit sie sich anschließend leicht entfernen lassen. Sie werden nicht mitgegessen.

Rezept: food-monitor / KI