GEPA-Geschäftsbericht 2025: Wirkung im Süden

Im Geschäftsjahr 2025 hat die GEPA 34,2 Millionen Euro an ihre Handelspartner im Globalen Süden für faire Rohware gezahlt.

Im neuen GEPA-Geschäftsbericht 2025 blickt die Fair Trade-Pionierin auf das Geschäftsjahr 2025 zurück und stellt auch aktuelle Highlights aus dem laufenden Jahr 2026 heraus.

Titelbild des GEPA-Geschäftsberichts 2025
Foto: GEPA – The Fair Trade Company

„Gerade in einem Jahr, das von geopolitischen Krisen und starken Preisbewegungen auf den Rohwarenmärkten geprägt war, hat sich die Widerstandsfähigkeit unseres Geschäftsmodells gezeigt. Mit einem Großhandelsumsatz von 104 Millionen Euro erreichte die GEPA erstmals einen Umsatz im dreistelligen Millionenbereich. Trotz notwendiger Preisanpassungen aufgrund hoher Rohwarenpreise haben unsere Kund*innen ihr Vertrauen in die GEPA sowie in faire und ökologische Produkte bestätigt – das freut uns und ist auch durch unsere Zertifizierungen belegt“, schreiben die GEPA-Geschäftsführer Matthias Kroth und Peter Schaumberger im Vorwort.

Der Geschäftsbericht schlägt zugleich die Brücke vom 50-jährigen Jubiläum der GEPA im letzten Jahr zum 40. Jubiläum des fairen Bio-Klassikers „organico“ in 2026: Was 1986 als erster fair gehandelter Bio-Kaffee auf dem deutschen Markt begann, zählt heute zu den bekanntesten Kaffeemarken des Fairen Handels.

Im Februar dieses Jahres wurde die helle Röstung „organico blonde fairness“ mit Rohkaffee von Kaffeepartner MEACCE aus Uganda neu eingeführt. Teopista Nabuduwa, Kaffeeproduzentin bei MEACCE und auf dem Titelbild des Geschäftsberichtes, sagt: „Ich bin sehr stolz, Mitglied bei MEACCE zu sein: Sie zahlen bessere Preise und es gibt so viele andere Vorteile. Ich bin z.B. Mitglied in der Frauengruppe Elgon Mothers. Wir haben ein Kreditprogramm auf die Beine gestellt, was es uns erlaubt, günstig und unkompliziert in unsere Farm zu investieren. Somit können wir den Kaffeeanbau verbessern und unsere Einkommen erhöhen.“

Wirkung im Süden: Einkaufsvolumen Kakao und Kaffee prozentual an der Spitze

Die Bedeutung des Fairen Handels für unsere Partner im Globalen Süden zeigt sich auch an den Einkaufszahlen: Im Geschäftsjahr 2025 hat die GEPA für 34,2 Millionen Euro Rohware wie Kaffee, Kakao, Tee, Honig oder Handwerksprodukte bei ihren Partnerorganisationen eingekauft. Im Vorjahr waren es 23,7 Millionen Euro.

Die GEPA arbeitet Stand 2025 mit 108 Handelspartnern in 43 Ländern zusammen: 57 Partner in Lateinamerika, 22 in Afrika, 26 in Asien und drei in Europa. Vom Einkaufsvolumen entfielen 64 Prozent auf Lateinamerika, 28 Prozent auf Afrika, 5 Prozent auf Asien und 3 Prozent auf Europa.

Beim Einkaufsvolumen nach Produktgruppen stehen Kakao mit 43 Prozent und Kaffee mit 42 Prozent mit Abstand an der Spitze.

Verantwortung auch im eigenen Unternehmen

Zum verantwortungsvollen Wirtschaften gehört für die GEPA auch der Klimaschutz am Standort Wuppertal. Nach einem Jahr Betrieb (2024 bis 2025) konnten mit der Photovoltaikanlage auf dem Lagerdach bereits rund 311 Tonnen CO₂ eingespart werden. Durch die geplante Erweiterung des Speichersystems soll der Energie-Autarkiegrad von 50 auf mehr als 70 Prozent steigen.

Der Geschäftsbericht bildet eine Ergänzung zur Jahrespressekonferenz im Mai dieses Jahres (Livestream unter www.gepa.de/jahres-pk-2026, Pressemitteilung unter: www.gepa.de/pm-jpk-2026). Im aktuellen Bericht 2025 kann das komplette Geschäftsjahr 2025 mit Gewinn- und Verlustrechnung eingesehen werden.

Unter www.gepa.de/geschäftsbericht ist der Geschäftsbericht 2025 als PDF herunterzuladen.

Als Fair Trade-Pionierin steht die GEPA seit 51 Jahren für Transparenz und Glaubwürdigkeit ihrer Arbeit (Gründungsdatum: 14.05.1975). Wir handeln als größte europäische Fair Handelsorganisation mit Genossenschaften und sozial engagierten Privatbetrieben aus Lateinamerika, Afrika, Asien und Europa. Durch faire Preise und langfristige Handelsbeziehungen haben die Partner mehr Planungssicherheit. Hinter der GEPA stehen MISEREOR, Brot für die Welt, die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej), der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“.

Für ihre Verdienste um den Fairen Handel und die Nachhaltigkeit ist die GEPA vielfach ausgezeichnet worden, z. B. wurde sie als „Sieger des Deutschen Nachhaltigkeitspreises für Unternehmen 2026” in der Branche „Kaffee, Tee und Gewürze“ u.a. für ihre nachhaltigen Lieferketten gewürdigt, Ende 2023 mit dem German SDG-Award Kategorie „Unternehmen“ sowie mit dem „CSR-Preis der Bundesregierung 2020“ in der Kategorie Verantwortungsvolles Lieferkettenmanagement“.

Als eines von wenigen Unternehmen in Deutschland hat sich die GEPA nach dem Garantiesystem der WFTO prüfen lassen. Näheres zu Preisen und Auszeichnungen sowie zur GEPA allgemein unter www.gepa.de, alle Produkte unter www.gepa-shop.de.

Mitgliedschaften:

  • World Fair Trade Organization (WFTO)
  • European Fair Trade Association (EFTA)
  • Forum Fairer Handel (FFH)
Kaffeebäuerin Teopista Nabuduwa bei der Kaffeeernte in Uganda
Kaffeeproduzentin Teopista Nabuduwa ist sehr stolz, Mitglied bei GEPA-Partner MEACCE in Uganda zu sein. Sie erläutert: „Sie zahlen bessere Preise und es gibt so viele andere Vorteile: Ich bin z. B. Mitglied der Frauengruppe Elgon Mothers“. Foto: GEPA – The Fair Trade Company
GEPA-Sortimentsmanagerin Hanna Schmid mit organico blonde fairness
Mit dem neuen „organico blonde fairness“ hat das Fair Handelsunternehmen GEPA seine beliebte Organico-Reihe 2026 um eine helle Röstung erweitert – hier präsentiert von GEPA-Sortimentsmanagerin Hanna Schmid. 1986 brachte die GEPA mit dem Organico den ersten fairen Bio-Kaffee auf den deutschen Markt. Foto: GEPA – The Fair Trade Company / A. Fischer
Hanna Schmid und Franziska Bringe beim virtuellen Coffee Cupping
Beim Social-Media-Event der GEPA anlässlich der Fairen Woche 2025 trafen sich Kaffee-Expert*innen aus Wuppertal und Peru zum virtuellen Coffee Cupping – über 10.500 km voneinander entfernt! In Wuppertal: GEPA-Sortimentsmanagerin Hanna Schmid (links) und Einkaufsmanagerin Franziska Bringe (rechts). Foto: GEPA – The Fair Trade Company / A. Fischer
Podium der GEPA-Jahrespressekonferenz
Die Wuppertaler Fair Trade-Pionierin GEPA hat ihren Geschäftsbericht für das Jahr 2025 veröffentlicht. Schon bei der GEPA-Jahrespressekonferenz 2026 blickten auf das vergangene Geschäftsjahr zurück: Matthias Kroth (Kaufmännischer Geschäftsführer), Barbara Schimmelpfennig (Pressesprecherin), Dr. Peter Schaumberger (Geschäftsführer Marke und Vertrieb) sowie Andrea Fütterer (Leitung Abteilung Grundsatz und Politik) (v.l.n.r.). Foto: GEPA – The Fair Trade Company / A. Fischer
María Antonia López, Präsidentin der Cashewgenossenschaft La Sureñita
Maria Antonia Lopez hat in Honduras die Erfahrung gemacht, dass Frauen ihrer Stimme Gehör verschaffen können. Die Präsidentin der Cashewgenossenschaft La Sureñita betont: „Ich habe als Frau festgestellt, dass meine Stimme zählt und ich etwas beitragen kann in meiner Kooperative.” Schon seit 1988 ist La Sureñita Partnerin der GEPA. Foto: GEPA – The Fair Trade Company
GEPA-Team bei der Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises
Ende 2025 wurde die GEPA als „Sieger des Deutschen Nachhaltigkeitspreises für Unternehmen 2026” in der Branche „Kaffee, Tee und Gewürze“ gekürt. Ein Grund zum Feiern für (v.l.n.r.): Peter Freye (Vertriebsleiter Lebensmittelhandel), Brigitte Frommeyer (Pressereferentin), Matthias Kroth (Geschäftsführer), Petra Münchmeyer (Vertriebsleiterin Außer Haus) und Barbara Schimmelpfennig (Leiterin Kommunikation). Foto: GEPA – The Fair Trade Company

gepa.de