Wassereinlagerungen: Ursachen klären statt selbst entwässern

Wassereinlagerungen sind ein Symptom – keine Diagnose.

Schwellungen durch Flüssigkeit im Gewebe werden als Ödeme bezeichnet. Sie können vorübergehend und harmlos sein, aber auch mit Erkrankungen des Herzens, der Nieren oder der Leber, mit Venenerkrankungen, Medikamenten oder anderen Ursachen zusammenhängen.

Birkenzweig mit grünen Blättern

Nicht auf eigene Faust „entwässern“

Der frühere Beitrag empfahl Presssäfte und Pflanzenprodukte aus Meerrettich, Petersilie, Sellerie, Ackerschachtelhalm, Löwenzahn, Birke und Bohne zur Entwässerung. Diese pauschalen Wirkversprechen und Produktnennungen wurden entfernt. Eine verstärkte Harnausscheidung behandelt nicht automatisch die Ursache einer Wassereinlagerung.

Entwässernde Arzneimittel greifen in den Wasser- und Salzhaushalt ein und können unter anderem die Nierenfunktion und die Konzentration wichtiger Blutsalze beeinflussen. Auch pflanzliche Präparate können unerwünschte Wirkungen oder Wechselwirkungen haben. Ihre Anwendung sollte daher mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer Apotheke abgestimmt werden.

Wann ärztlicher Rat wichtig ist

Neu auftretende, wiederkehrende oder zunehmende Schwellungen sollten medizinisch abgeklärt werden. Das gilt besonders bei einseitiger Beinschwellung, Atemnot, Brustschmerz, deutlicher Gewichtszunahme innerhalb kurzer Zeit oder bekannten Herz-, Nieren- oder Lebererkrankungen. Bei akuter Atemnot oder Brustschmerz ist sofort medizinische Hilfe erforderlich.

Der ursprüngliche Text stammte aus einer Produkt-PR von 2014. Er wurde am 5. September 2026 grundlegend überarbeitet.

Quellen: gesund.bund.de – Periphere Ödeme; Gesundheitsinformation.de – Diuretika. Ursprüngliche Quelle: Wirths PR.