Anlässlich der Beratung im Schleswig-Holsteinischen Landtag mit Forderungen nach einer weitergehenden Regulierung von Energydrinks vertritt die Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke (wafg) die Position: „Energydrinks sind sicher“.
Nach Auffassung des Verbandes bezieht die Debatte nicht alle relevanten Fakten ein, insbesondere die Ergebnisse der EDKAR-Studie.
„In Deutschland gelten strikte Rechtsvorgaben, die auf einer wissenschaftlichen Risikobewertung und den langjährigen Erfahrungen mit der Kategorie beruhen. Diese umfassen für die charakteristischen Inhaltsstoffe von Energydrinks, insbesondere für Koffein, eindeutige Höchstmengenvorgaben.“, betont wafg-Hauptgeschäftsführer Detlef Groß.
Der Verband beruft sich auf die EDKAR-Studie von BfR und Charité. Bei den untersuchten kardiologischen Messwerten zeigten sich keine statistisch bedeutsamen beziehungsweise klinisch relevanten Unterschiede zwischen Jugendlichen mit chronisch hohem Konsum und der Kontrollgruppe. Das ist jedoch kein allgemeiner Nachweis der Unbedenklichkeit.
Fachliche Einordnung: Das BfR weist auf bekannte akute Wirkungen wie Herzrasen, Schlafprobleme und erhöhten Blutdruck bei hohem Konsum hin. Fast die Hälfte der Vielverzehrenden berichtete über bereits erlebte unerwünschte Wirkungen. Die Querschnittsstudie erlaubt keine Aussagen über gesundheitliche Folgen in späteren Lebensjahren. Besondere Vorsicht ist nach Einschätzung des BfR bei Vorerkrankungen und beim Mischkonsum mit Alkohol geboten.
„Energydrinks sind in verschiedenen Rezepturen erhältlich, auch als zuckerfreie Varianten. Erstmals in Europa wurden Energydrinks bereits Ende der 1980er Jahre angeboten. Zwischenzeitlich sind Energydrinks in mehr als 170 Ländern weltweit und seit mehr als 30 Jahren in Deutschland im Angebot.“, ordnet Groß die Historie der Kategorie ein und ergänzt: „Weltweit haben zahlreiche führende Gesundheits- und Lebensmittelsicherheitsbehörden, insbesondere die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), wiederholt die Sicherheit von Koffein aus allen Nahrungsquellen, einschließlich Energydrinks, bestätigt.“
Angesichts dieser Ausgangslage hält die Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke (wafg) gleichermaßen besondere Vorgaben für Altersgrenzen sowie spezifische Werbeverbote für nicht gerechtfertigt und unverhältnismäßig.
Seine Position zur Kategorie fasst der Verband im Flyer „Energydrinks sind sicher“ zusammen (abrufbar unter www.wafg.de/Energydrinks).
Quelle: wafg.de
