Ube: der lila Lebensmittel-Hype

Veröffentlichung honorarfrei bei Link zu: food-monitor.de

Ube: violette Yamswurzel aus Südostasien

Violette Yamswurzel Ube

Ube ist die violette Yamsart Dioscorea alata, auch Wasser- oder Flügelyams genannt. Sie wird besonders auf den Philippinen für Süßspeisen wie Ube Halaya, Eis, Kuchen und Getränke verwendet.

Ube schmeckt mild, nussig und leicht süßlich. Das violette Fruchtfleisch enthält Anthocyane. Diese Pflanzenfarbstoffe erklären die Farbe, belegen aber keine antivirale, antibakterielle oder entzündungshemmende Wirkung einer üblichen Portion.

Nicht mit lila Süßkartoffel verwechseln

Ube gehört zur Gattung der Yamswurzeln. Lila Süßkartoffeln gehören dagegen zu den Windengewächsen. Form, Schale, Textur und Aroma unterscheiden sich, auch wenn beide verarbeitet eine intensive Farbe zeigen können.

Rohe Ube wird nicht gegessen. Die geschälte Knolle muss vollständig gegart werden, weil Yamsarten reizende oder unverträgliche Stoffe enthalten können. Bei frischer Ware sind Handschuhe beim Schälen sinnvoll. In Deutschland gibt es Ube häufiger als gegartes Püree, Pulver oder gesüßten Sirup; Produkte unterscheiden sich deutlich bei Zucker, Aroma und Farbstoffen.

Hormonmythos und Nachhaltigkeit

Manche Yamsarten enthalten Diosgenin, einen Ausgangsstoff, der industriell zur Herstellung bestimmter Steroidhormone dienen kann. Der menschliche Körper wandelt Diosgenin aus Lebensmitteln jedoch nicht in Progesteron um. Ube ist deshalb kein natürliches Hormonpräparat.

Als Importprodukt hat Ube lange Lieferwege. Für eine sachliche Umweltbewertung zählen zusätzlich Anbau, Verarbeitung, Verpackung und Transport. Transparente Herkunft und fairer Handel sind aussagekräftiger als pauschale Trendkritik.

Weitere Informationen zum Ube-Trend bietet „Ube-Lebensmitteltrend: Lila Latte, Eis und Kuchen“.

Die Einordnung weiterer Knollen bietet „Maniok und Yamswurzel: Was ist der Unterschied?“.

Redaktionell mit Unterstützung von KI aktualisiert: food-monitor, 6. September 2026

Quelle: Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) / food-monitor



Rezept: Ube-Kokos-Dessert im Glas

Violette Ube-Creme mit Kokoscreme und gerösteten Kokoschips in vier Dessertgläsern
Foto: food-monitor / KI

Zutaten für 4 Portionen

  • 300 g verzehrfertiges, vollständig gegartes und ungesüßtes Ube-Püree
  • 400 ml Kokosmilch
  • 40 g Speisestärke
  • 50 g Zucker
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 Prise Salz
  • 200 g Kokosjoghurt
  • 25 g Kokoschips

Zubereitung

  1. Ube-Püree mit 300 ml Kokosmilch, Zucker, Vanilleextrakt und Salz in einem Topf glatt rühren und bei mittlerer Hitze erwärmen.
  2. Die restlichen 100 ml Kokosmilch mit der Speisestärke klümpchenfrei verrühren. Unter ständigem Rühren zur warmen Ube-Mischung geben.
  3. Die Creme einmal aufkochen und 2 Minuten bei niedriger Hitze rühren, bis sie deutlich eindickt. Auf vier Dessertgläser verteilen und 20 Minuten abkühlen lassen.
  4. Die Gläser anschließend mindestens 2 Stunden kalt stellen. Kokoschips in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze 2 bis 3 Minuten goldbraun rösten und abkühlen lassen.
  5. Vor dem Servieren den Kokosjoghurt auf der Ube-Creme verteilen und mit den Kokoschips bestreuen.

Serviervorschlag: Das Dessert direkt aus dem Kühlschrank servieren.

Allergenhinweis: Das Rezept enthält keine der 14 kennzeichnungspflichtigen Hauptallergene; Produktkennzeichnungen beachten.

Rezept: food-monitor / KI