Vorläufige Untersuchungen zeigen gute Weizenqualität – beim Roggen fällt mehr Mutterkorn auf
KARLSRUHE – Die bislang untersuchten Proben der Brotgetreideernte 2026 weisen überwiegend eine gute Qualität auf. Das berichtet das Max Rubner-Institut (MRI) auf Grundlage seiner laufenden Ernteuntersuchungen. Insgesamt wurden 1.118 Weizen- und 478 Roggenproben eingesandt; ausgewertet waren zum Zeitpunkt der Mitteilung 74 % der Weizen- und 42 % der Roggenproben.
Weizen mit durchschnittlich 12,4 % Rohprotein
Die Weizenqualität bewertet das MRI insgesamt als gut. Der durchschnittliche Rohproteingehalt liegt bei 12,4 %. Durch einen höheren Anteil an Schmachtkorn können jedoch leichte Ertragsverluste entstehen.
Beim Roggen erreichen nach den bisherigen Ergebnissen 99,7 % der untersuchten Proben Brotqualität. Gleichzeitig wurde auch hier häufiger Schmachtkorn festgestellt.
Erhöhter Mutterkornbesatz bei Roggen
Auffällig ist der Mutterkornbesatz: Mindestens 49 % der untersuchten Roggenproben lagen über 0,02 Gewichtsprozent. Der bisher höchste gemessene Wert betrug 2,61 %. Das MRI empfiehlt deshalb eine sorgfältige Erfassung und Reinigung der Partien.
Die Belastung mit den Mykotoxinen Deoxynivalenol (DON) und Zearalenon lag nach den vorläufigen Ergebnissen unter dem Vorjahresniveau. Alle darauf untersuchten Getreideproben hielten die geltenden Höchstgehalte ein.
Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen. Die endgültige Bewertung der Brotgetreideernte 2026 folgt nach Auswertung aller Proben.
Die mengenmäßige Entwicklung ergänzt die BZL-Übersicht zur Getreideernte 2026 in Deutschland. Erntemenge und die hier untersuchte Brotgetreidequalität beschreiben unterschiedliche Aspekte der Ernte.
Quelle und weitere Informationen: Max Rubner-Institut (MRI)
Quelle: mri.bund.de
