Eine große Beobachtungsstudie bringt erhöhte Xylitwerte im Blut mit einem höheren Risiko schwerer Herz-Kreislauf-Ereignisse in Verbindung.
Die Ergebnisse belegen keinen ursächlichen Zusammenhang und erlauben keine Aussage, dass der Verzehr von Xylit die Ereignisse verursacht hat.
Ausgewertet wurden Daten von insgesamt 17.710 Erwachsenen aus zwei langfristig beobachteten Kohorten. In der kanadischen CLSA-Kohorte war ein höherer Xylitwert über sechs Jahre mit einem um 57 Prozent erhöhten Risiko für schwere kardiovaskuläre Ereignisse verbunden. In der britischen EPIC-Norfolk-Kohorte lag der beobachtete Unterschied über 30 Jahre bei 18 Prozent.
Bei solchen Beobachtungsdaten können andere Faktoren die Ergebnisse beeinflussen. Weitere Untersuchungen sind nötig, um mögliche Mechanismen und die Bedeutung für die Ernährung zu klären. Xylit wird als Zuckeraustauschstoff unter der Bezeichnung E 967 verwendet und ist in der EU zugelassen.
Eine andere Form der wissenschaftlichen Süßungsmittelbewertung erläutert die EFSA-Neubewertung von Aspartam-Acesulfam-Salz E 962. Sie betrifft einen anderen Stoff und dessen aktuelle Exposition; ihre Schlussfolgerung bewertet weder Xylit noch die hier beobachteten Blutwerte.
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Quelle: foodnavigator.com / food-monitor
