Premium-Schokolade: Qualität und Herkunft sollen höhere Preise rechtfertigen

Schokoladenhersteller setzen auf hochwertige Zutaten, nachvollziehbare Herkunft und besondere Genusserlebnisse.

Im weltweiten Schokoladenangebot wächst die Bedeutung von Premiumversprechen. Nach Mintel-Daten, die FoodNavigator in einer Marktanalyse aufgreift, trugen 2025 sieben Prozent der weltweiten Schokoladen-Neueinführungen eine entsprechende Positionierung. 2020 waren es fünf Prozent. Gemeint ist der Anteil an Produkteinführungen, nicht am Umsatz.

Eine einheitliche Branchendefinition für „Ultra-Premium“ gibt es dem Bericht zufolge nicht. Häufig verbinden Anbieter den Begriff mit besonderen Zutaten, handwerklicher Verarbeitung, Kakao aus einer bestimmten Herkunft, kleinen Produktionsserien und aufwendiger Verpackung. Zu den Unternehmen, die diesen Markt bearbeiten, zählen Lindt, Ferrero, Mars mit Hotel Chocolat sowie Nestlé und Mondelēz.

Qualität muss den Mehrpreis erklären

Die angeführten Mintel-Befragungen zeigen unterschiedliche Aspekte der Zahlungsbereitschaft: In Großbritannien bevorzugen 63 Prozent der Schokoladenkonsumenten eine kleinere Menge hochwertiger Schokolade gegenüber einer größeren Menge gewöhnlicher Ware. In den USA halten 76 Prozent einen höheren Preis für bessere Qualität für gerechtfertigt.

Für Hersteller bleibt die Positionierung anspruchsvoll. Teurer Kakao belastet die Kosten, während Haushaltsbudgets die Preisspielräume begrenzen. Transparente Beschaffung und glaubwürdige Herkunftsangaben müssen den Qualitätsanspruch stützen; ein hoher Preis allein genügt nicht.

Quelle: foodnavigator.com / food-monitor