Mars richtet seine Kakaostrategie stärker auf Produktivität, Technologie und Klimaresilienz aus.
Der Konzern verbindet sein Programm „Cocoa for Generations“ mit KI-gestützten Werkzeugen, widerstandsfähigen Kakaosorten und regenerativer Landwirtschaft. Das geht aus dem englischsprachigen Originalbericht von FoodNavigator zum Mars-Nachhaltigkeitsbericht 2025 hervor.
Mars zufolge waren 98 Prozent seines Kakaovolumens vom Programm für verantwortungsvolle Beschaffung erfasst. Ebenfalls 98 Prozent waren bis zu den landwirtschaftlichen Betrieben rückverfolgbar und nicht mit Entwaldung oder der Umwandlung anderer natürlicher Ökosysteme verbunden. 95 Prozent ließen sich bis zu digital kartierten Flächen zurückverfolgen. Damit blieb das Unternehmen nach eigenen Angaben knapp unter mehreren selbst gesetzten 100-Prozent-Zielen.
282.340 Kakaobäuerinnen und -bauern nahmen am Beschaffungsprogramm teil. Das in Westafrika erzeugte und bezogene Volumen war laut Mars vollständig durch Systeme zur Überwachung und Abhilfe von Kinderarbeit abgedeckt. Das Programm „Women for Change“ erreichte 106.239 Mitglieder von Spar- und Kreditgruppen, davon rund 77 Prozent Frauen.
Zur Produktivitätssteigerung setzt Mars unter anderem auf „Cocoascan“ zur früheren Erkennung von Krankheiten und Schädlingen sowie auf „Cocoa Fresh AI“ zur Qualitätsbewertung und Rückverfolgbarkeit. In Indonesien erreichten die Klone ISC1 und SCC11 unter kontrollierten Bedingungen Erträge von bis zu 2,65 Tonnen je Hektar. In Brasilien wurden gemeinsam mit dem Landwirtschaftsministerium 37 ertragreiche, krankheitsresistente Klone registriert.
Eine unabhängige Forschungsstudie aus Peru zeigt einen anderen Ansatz: Veredelung zur Steigerung der Erträge und zum Erhalt einheimischer Kakaosorten. Ihre Ergebnisse zu „Blanco de Piura“ beziehen sich auf die untersuchten Plantagen und sind von den hier genannten Mars-Programmen zu unterscheiden.
Weitere Angaben des Unternehmens zum Nachhaltigkeitsbericht 2025 enthält die Meldung „Mars meldet bislang größte jährliche Emissionsreduktion“.
Quelle: foodnavigator.com / food-monitor
