Die EFSA bewertet ein synthetisches Cannabidiol-Präparat unter eng begrenzten Bedingungen als sicher.
Das am 18. September 2026 veröffentlichte Gutachten betrifft den Antrag von Chanelle McCoy CBD Ltd. auf Verwendung von synthetischem Cannabidiol (CBD) in Nahrungsergänzungsmitteln. Das Material muss mindestens 98 Prozent CBD enthalten und ausschließlich in einem Öl aus mittelkettigen Triglyceriden gelöst angeboten werden. Bewertet wurde eine maximale Tagesdosis von 2 Milligramm.
Begrenzte Zielgruppe und verbleibende Unsicherheiten
Die vorgeschlagene Verwendung richtet sich an Erwachsene über 25 Jahre, ausgenommen Schwangere und Stillende. Für Menschen, die Medikamente einnehmen, konnte die Sicherheit nicht festgestellt werden. Die Bewertung ist kein Nachweis eines gesundheitlichen Nutzens und keine allgemeine Freigabe beliebiger CBD-Produkte.
Bei der Ableitung der sicheren Dosis berücksichtigte das Gremium Datenlücken durch einen Unsicherheitsfaktor von 400. Zusätzliche angeforderte Studien zur Fortpflanzungs- und Entwicklungstoxizität sowie eine klinische Studie wurden nicht vorgelegt. Stattdessen begrenzte der Antragsteller Anwendung und Zielgruppe, was das Gremium für diese Bewertung als ausreichend ansah.
Die vollständige Bewertung ist im EFSA Journal nachzulesen.
Zum Verfahren vor einer Antragstellung erläutert der Beitrag Novel Food: EFSA-Beratung für kleine und mittlere Unternehmen die Unterstützung bei Fragen zu Regeln und Antragsunterlagen. Diese Vorabberatung ist von der hier beschriebenen Bewertung eines konkreten CBD-Präparats zu unterscheiden.
Quelle: efsa.europa.eu
