Upcycling: Brokkoli-Reste und Dattelkerne als Lebensmittelzutaten

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Brokkoli-Nebenströme und Dattelkerne sollen zu Rohstoffen für neue Lebensmittelzutaten werden.

Die beiden Konzepte von Upcycled Plant Power (UPP) und Betta Choc wurden bei den EMEA Global Food Tech Awards gemeinsam als Zweitplatzierte ausgezeichnet. FoodNavigator stellt ihre Verfahren und Ausbaupläne vor.

Ballaststoffe und Protein aus Brokkoli.

UPP kombiniert ein robotisches Erntesystem mit der Verarbeitung von Pflanzenteilen, die sonst auf dem Feld verbleiben. Daraus sollen Ballaststoff- und Proteinzutaten entstehen. Die Pilotanlage kann dem Bericht zufolge bis zu zehn Tonnen solcher Nebenströme täglich verarbeiten.

Gründer Mark Evans nennt eine Vereinbarung mit einem großen Anbauer über 100.000 Tonnen Ausgangsmaterial, aus denen 40.000 Tonnen Produkt entstehen sollen. Diese geplanten Mengen sind von der vorhandenen Pilotkapazität zu unterscheiden. Das Ziel ist eine für große Lebensmittelhersteller geeignete Versorgung.

Fermentation als Weg zur Kakaoalternative.

Born Maverick nutzt für Betta Choc aussortierte Dattelkerne. Zusammen mit einer bestehenden Myzelkultur und weiteren Zutaten werden sie fermentiert; anschließend wird die Biomasse gewonnen. Das Verfahren soll kakaotypischen Geschmack und entsprechende Verarbeitungseigenschaften liefern.

Das Unternehmen sucht strategische Partner für die Skalierung. Ein Ersatz im industriellen Maßstab ist damit noch nicht nachgewiesen. Die Auszeichnung bewertet Innovationskonzepte, nicht deren gesundheitlichen Nutzen.

Zum Hintergrund: Upcycling-Lebensmittel im deutschen Handel.

Quelle: foodnavigator.com / food-monitor