UPF-Debatte wird für Lebensmittelkonzerne zum Geschäftsrisiko

Große Lebensmittelhersteller beschreiben die Debatte über hochverarbeitete Produkte zunehmend als wirtschaftliches Risiko.

Campbell’s, PepsiCo, Conagra, Kraft Heinz und JM Smucker nennen in ihren Finanzberichten mögliche Folgen für Nachfrage, Kosten und rechtliche Auseinandersetzungen. Das berichtet FoodNavigator in einer Auswertung der Unternehmensunterlagen.

Mehr als eine Frage der Rezeptur

Campbell’s verweist auf mögliche neue Definitionen, Kennzeichnungspflichten, Werbebeschränkungen und Vorgaben zur Reformulierung. PepsiCo hebt hervor, dass schon negative Verbraucherwahrnehmungen die Markenreputation und den Absatz beeinträchtigen können. Dafür muss eine neue Vorschrift noch nicht beschlossen sein.

Conagra, Kraft Heinz und JM Smucker thematisieren außerdem Klagen oder entsprechende Risiken. Die Unternehmen bewerten deren mögliche Tragweite unterschiedlich: Während Conagra keine wesentlichen nachteiligen Auswirkungen erwartet, schließt Kraft Heinz Änderungen seiner Geschäftspraxis nicht aus. Solche Risikohinweise sind weder Gerichtsurteile noch Belege dafür, dass die jeweiligen Produkte Erkrankungen verursachen.

Politische Entwicklung bleibt offen

Der Bericht ordnet die Angaben in die amerikanische Diskussion über UPF-Definitionen, Zusatzstoffe und staatliche Kennzeichnungssysteme ein. Ein Beispiel ist das bereits diskutierte Siegel für nicht hochverarbeitete Lebensmittel in Kalifornien. Welche verbindlichen Vorgaben letztlich gelten und wie stark sich Kaufverhalten und Kosten verändern, bleibt offen.

Quelle: foodnavigator.com / food-monitor