Kaliforniens Parlament hat einstimmig ein freiwilliges Zertifizierungssiegel für nicht hochverarbeitete Lebensmittel beschlossen.
Der Gesetzentwurf AB 2244 sieht die Kennzeichnung „Non-Ultraprocessed Certified“ vor. Bestimmte große Handelsketten müssten zertifizierte Produkte gut sichtbar präsentieren. Bevor die Regelung in Kraft treten kann, muss Gouverneur Gavin Newsom sie bis Ende September unterzeichnen.
Als hochverarbeitet gelten nach dem Entwurf unter anderem Produkte mit bestimmten technologisch wirksamen Zusatzstoffen sowie definierten Schwellenwerten für gesättigte Fette, Natrium und zugesetzten Zucker. Die Zertifizierung soll durch staatlich akkreditierte Drittstellen erfolgen und mindestens alle drei Jahre erneuert werden.
Das kalifornische Gesundheitsministerium hätte bis Juni 2029 Zeit, die Akkreditierungsstruktur aufzubauen. Die Regelung könnte als Vorbild für weitere US-Bundesstaaten dienen. Zur englischsprachigen Vollversion.
Die gesonderte europäische Diskussion erläutert „EU prüft mögliche Definition für hochverarbeitete Lebensmittel“. Dort steht zunächst die wissenschaftliche Beratung im Mittelpunkt; die beschriebenen Verfahren und Kriterien sind nicht mit dem kalifornischen Entwurf gleichzusetzen.
Quelle: foodnavigator.com / food-monitor
