PFAS lassen sich aus Lebensmitteln kaum entfernen – entscheidend ist deshalb, ihre Einträge in die Nahrungskette zu verhindern.
Die langlebigen Chemikalien können über belastete Böden, Wasser und Pflanzenschutzmittel in Lebensmittel gelangen.
Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen, kurz PFAS, weisen Wasser, Fett und Hitze ab. Gerade ihre Stabilität sorgt jedoch dafür, dass sie in der Umwelt sehr lange verbleiben. Vier Verbindungen – PFOS, PFOA, PFNA und PFHxS – reichern sich nach Einschätzung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit im menschlichen Körper an und können unter anderem das Immunsystem beeinträchtigen.
Ein gesondertes Abbauprodukt bestimmter PFAS-Verbindungen behandelt die EFSA-Bewertung zur Exposition gegenüber Trifluoressigsäure (TFA). Die dort genannten Richtwerte beziehen sich auf TFA und dürfen nicht auf PFOS, PFOA, PFNA oder PFHxS übertragen werden.
Eine nachträgliche Entfernung aus Lebensmitteln ist kaum möglich. Der wirksamste Ansatz liegt daher laut EFSA darin, die Belastung bereits an der Quelle zu senken. Für Böden kommen beispielsweise Hochtemperaturbehandlungen oder, abhängig von der Bodenart, Waschverfahren infrage. Belastetes Wasser kann unter anderem mit Aktivkohle, Umkehrosmose oder elektrochemischer Oxidation behandelt werden. Die Verfahren unterscheiden sich deutlich bei Wirksamkeit, Energiebedarf, Kosten und der Frage, wie mit belasteten Reststoffen umzugehen ist.
Damit bleibt die Sanierung technisch anspruchsvoll und teuer. Für sicherere Lebensmittelketten ist sie dennoch bedeutsam, weil PFAS sonst über Jahre in Böden und Gewässern verbleiben können. Die englischsprachige Vollversion bei FoodNavigator erläutert die wichtigsten Eintragspfade und Behandlungsverfahren. food-monitor hat außerdem die Einordnung des BfR zu PFAS in Verbraucherprodukten und Untersuchungsergebnisse zu PFAS in Lebensmitteln dokumentiert.
Quelle: foodnavigator.com / food-monitor
