Grüne Sojabohnen als Snack oder Topping.

(BZfE) – Edamame sind unreif geerntete, grüne Sojabohnen. Der Name kommt aus dem Japanischen und bedeutet sinngemäß „Bohnen am Zweig“. In Japan werden sie gerne als Vorspeise oder Knabberei gegessen. Auch hierzulande werden die grünen Bohnen immer beliebter. Ihr mild-süßliches bis leicht nussiges Aroma macht sie vielseitig einsetzbar: Sie schmecken pur oder als Püree, aber auch als Topping für Bowls, Salate und Suppen, in asiatischen Currys oder zu Pasta.
Als Gemüsesnack lassen sich Edamame schnell und unkompliziert zubereiten. Ganze Schoten zunächst waschen, in kochendes Salzwasser geben und fünf bis acht Minuten lang garen, bis die Bohnen zart aber noch bissfest sind. Tiefgekühlte Edamame sind in der Regel bereits blanchiert. Hier richtet sich die Garzeit nach den Angaben auf der Verpackung. Anschließend abgießen, kurz ausdampfen lassen und mit etwas Meersalz, Chili oder Paprikapulver würzen. Die faserige Hülse wird nicht mitgegessen. Die Bohnen lassen sich einfach aus der Schote drücken.
Edamame liefern wie andere Hülsenfrüchte unter anderem Ballaststoffe und pflanzliches Eiweiß. Mit rund 13 Gramm pro 100 Gramm ist ihr Eiweißgehalt vergleichsweise hoch. Außerdem enthalten sie Vitamine und Mineralstoffe sowie mehrfach ungesättigte Fettsäuren und sekundäre Pflanzenstoffe.
Wie andere rohe Hülsenfrüchte enthalten auch Edamame Lektine. Deshalb sollten sie vor dem Verzehr unbedingt ausreichend erhitzt werden. Durch das Garen werden die Lektine weitgehend unschädlich. Diese natürlichen Schutzstoffe der Pflanzen sind roh giftig, sie schädigen Blut- und Darmzellen. Bei einer Sojaallergie sollten Edamame gemieden werden. Und auch bei einer Birkenpollenallergie sind Kreuzreaktionen auf Sojaprotein möglich.
Der Bedarf an Edamame wird hierzulande bislang überwiegend mit Tiefkühlware aus Asien gedeckt. Sie wird ganzjährig mit Hülse oder geschält angeboten – etwa im Asia-Shop, im Internet, in Discountern und Supermärkten. Es gibt auch Edamame in Dosen, Vakuumbeuteln und Gläsern die verzehrfertig sind und nur noch erwärmt werden müssen. Inzwischen setzen auch einige Bio-Betriebe in Deutschland auf Edamame und bieten sie regional meist in Direktvermarktung an. Frische Bohnen sind vor allem von Juni bis September erhältlich, auch wenn das Angebot begrenzt ist. Sie sollten beim Kauf prall und fest aussehen.
Heike Kreutz, bzfe.de
Weitere Informationen:
Ökolandbau.de: Edamame – eine Sojakultur der besonderen Art
BZfE: Wie gesund sind Soja-Lebensmittel?
BZfE: Hülsenfrüchte – vom Acker auf den Teller
BZfE: How-To: Hülsenfrüchte
BZfE: Hülsenfrüchte sind wahre Multitalente: Aber bitte nur ausreichend gegart essen
Quelle: bzfe.de
Rezept: Edamame mit Meersalz, Paprika und Chili

Zutaten für 4 Portionen
- 500 g tiefgekühlte Edamame in der Hülse, blanchiert
- 1,5 l Wasser
- 1 EL Salz für das Kochwasser
- 1 TL Rapsöl
- 1/2 TL feines Meersalz
- 1/2 TL edelsüßes Paprikapulver
- 1/4 TL Chiliflocken
Zubereitung
- Das Wasser mit 1 EL Salz in einem großen Topf zum Kochen bringen.
- Die tiefgekühlten Edamame in das sprudelnd kochende Wasser geben und 6 Minuten garen, bis die Bohnen vollständig erhitzt, zart und noch bissfest sind.
- Die Edamame in ein Sieb abgießen und 1 Minute ausdampfen lassen. Die Gesamtzubereitungszeit beträgt etwa 10 Minuten.
- Die noch warmen Schoten in eine Schüssel geben und mit Rapsöl, Meersalz, Paprikapulver und Chiliflocken gründlich vermengen.
- Die Bohnen zum Essen mit den Fingern oder Zähnen aus den Schoten drücken. Die faserigen Hülsen nicht mitessen.
Serviervorschlag: Warm als Vorspeise oder würzigen Gemüsesnack servieren.
Rezept: food-monitor / KI
