DGE-Empfehlungen zu Alkohol: Kein Konsum ist risikofrei

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Alkoholische Cocktails am Pool
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Die wichtigste Empfehlung: am besten null Promille

Alkohol ist weder ein notwendiger Nährstoff noch ein Mittel zur Gesundheitsförderung. Nach dem Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Ernährung gibt es keine Menge, bei der gesundheitliche Folgen sicher ausgeschlossen werden können. Die DGE empfiehlt deshalb, keinen oder möglichst wenig Alkohol zu trinken. Menschen, die bislang keinen Alkohol konsumieren, sollen dabei bleiben.

Welche Mengen gelten als risikoarm oder riskant?

Die Einstufung gilt als Orientierung für gesunde, nicht schwangere und nicht stillende Erwachsene. Sie ist keine Aufforderung zum Trinken:

  • ein bis zwei Standardgetränke pro Woche: geringes Risiko, aber nicht risikofrei;
  • drei bis sechs Standardgetränke pro Woche: moderates Risiko;
  • sieben oder mehr Standardgetränke pro Woche: hohes Risiko.

Ein Standardgetränk enthält ungefähr 12 Gramm reinen Alkohol. Die tatsächlich aufgenommene Menge hängt von Getränk, Alkoholgehalt und Glasgröße ab. Rauschtrinken und große Einzelmengen erhöhen die akuten und langfristigen Risiken zusätzlich.

Warum wurden frühere Richtwerte ersetzt?

Frühere Angaben von täglich höchstens 20 Gramm Alkohol für Männer und 10 Gramm für Frauen wurden oft als vermeintlich sichere Grenze missverstanden. Das DGE-Positionspapier von 2024 ersetzte diese Referenzwerte. Die neue Empfehlung berücksichtigt, dass bereits geringe Mengen unter anderem das Risiko bestimmter Krebserkrankungen erhöhen können und mögliche günstige statistische Zusammenhänge bei einzelnen Krankheiten keine Trinkempfehlung rechtfertigen.

Was bedeuten die Risikostufen für Deutschland?

Eine RKI-Auswertung zeigt, dass 32,5 Prozent der Erwachsenen mindestens drei alkoholische Getränke pro Woche konsumieren und damit in den moderaten oder hohen Risikobereich fallen. Die Zahlen und ihre Einordnung fasst der Beitrag „Alkoholkonsum in Deutschland neu bewertet“ zusammen.

Kinder und Jugendliche, Schwangere und Stillende sollen vollständig auf Alkohol verzichten. Das gilt ebenfalls, wenn Erkrankungen oder Medikamente durch Alkohol ungünstig beeinflusst werden können, bei einer Alkoholabhängigkeit und in Situationen, die volle Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit erfordern.

Aktualisiert am 15. August 2026
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) / food-monitor / KI