Die Abstimmung über den Negativpreis lief bis zum 14. April 2026
- Nach hunderten Einreichungen standen drei aus Sicht der DUH besonders problematische Kandidaten für den Goldenen Geier 2026 fest: Primark, Bayer und Lamborghini
- Die DUH rief alle Bürgerinnen und Bürger bis zum 14. April zur Abstimmung über den Negativpreis auf: www.duh.de/goldenergeier/2026/
- Die DUH forderte von Unternehmen ein Ende des Greenwashings und eine stärkere Ausrichtung auf ökologische Produkte

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) startete am 4. März 2026 die Abstimmung zum Goldenen Geier 2026 über die aus ihrer Sicht dreisteste Umweltlüge des Jahres. Der Negativpreis deckt dreiste Umweltversprechen von Unternehmen auf. Für ihre Werbeversprechen über vermeintliche Nachhaltigkeit sind in diesem Jahr aus hunderten Einreichungen nominiert: Primark, Bayer und Lamborghini. Die DUH erhöhte damit den Druck auf Unternehmen, verbindlich auf ehrliche und ökologische Produkte umzusteuern. Das Ergebnis der Abstimmung und die anschließend von der DUH eingereichte Klage gegen Bayer dokumentiert ein eigener Beitrag. Als treibende Kraft im Kampf gegen Greenwashing hat die Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation mittlerweile mehr als 100 Verfahren gegen Unternehmen eingeleitet. Wer den Goldenen Geier 2026 erhält, entscheiden ab sofort alle Bürgerinnen und Bürger bis zum 14. April online unter https://www.duh.de/goldenergeier/2026/. Die Preisverleihung folgt kurz nach Ende der Abstimmung.
Dazu Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH: „Sieben Mal haben wir den Goldenen Geier schon verliehen und Greenwashing dorthin gezerrt, wo es den Unternehmen weh tut: ins Licht der Öffentlichkeit. Doch die Flut dreister Umweltlügen reißt nicht ab. Unternehmen nutzen schamlos aus, dass Verbraucherinnen und Verbraucher aus guten Gründen zu nachhaltigen Produkten greifen. Auch in diesem Jahr rücken wir das Greenwashing von drei Unternehmen ins Rampenlicht: Primark, Bayer und Lamborghini stehen für unterschiedliche Branchen – und führen mit ihren vermeintlichen Nachhaltigkeitsversprechen Verbraucherinnen und Verbraucher in die Irre. Ihre Umweltlügen halten keiner kritischen Prüfung stand. Wir rufen alle Verbraucherinnen und Verbraucher auf: Stimmen Sie jetzt für den Goldenen Geier 2026 ab.“
Nominiert für den Goldenen Geier 2026 sind:
- Primark: Primark versieht Billigmode mit dem selbst erfundenen „Cares“-Label, das wie ein Nachhaltigkeitssiegel wirkt, aber ohne unabhängige Standards und entsprechende Kriterien auskommt.
- Bayer: Bayer erzählt auf seiner Website von Biodiversität und „wenigen Umweltauswirkungen“, verkauft aber weltweit tonnenweise Pestizide, die nachweislich Bienen, Böden und Gewässer schädigen.
- Lamborghini: Lamborghini behauptet, „der Schutz des Planeten und der Umwelt stellt ein Kernelement unseres Geschäftsgebarens dar“, während seine Supersportwagen mit zweistelligem Verbrauch selbst als Plug-in-Hybride vor allem eines bleiben: klimaschädliche Supersportwagen mit Mini-Elektroantrieb.
Hintergrund:
Die DUH verleiht den Goldenen Geier in diesem Jahr bereits zum achten Mal. Die Preisträger der vergangenen Jahre waren:
- 2019: Nestlé für seine klimaschädlichen Einweg-Plastikflaschen von Vittel
- 2020: Daimler für den ökologisch unsinnigen Stadtgeländewagen Mercedes GLS
- 2021: RWE für seine Image-Greenwashing-Kampagne
- 2022: Shell für sein „klimaneutrales“ Tanken
- 2023: McDonald’s für seine „I am beautiful“-Kampagne
- 2024: Nestlé für seine „Unterwegs nach besser“-Kampagne
- 2025: Vonovia für vermeintlich „erneuerbaren“ Erdgastarif
Links:
- Alle Informationen zu den drei Finalisten sowie zur Abstimmung:
https://www.duh.de/goldenergeier/2026/ - Weitere Informationen zum Goldenen Geier sowie zu den bisherigen Gewinnern:
https://www.duh.de/goldenergeier
Aktualisiert am 17. August 2026; redaktionell mit Unterstützung von KI.
Quelle: duh.de
