Resiliente Eiweißversorgung: BMLEH fördert Anbausysteme mit Leguminosen

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Breher: „Unsere Förderung macht Deutschland unabhängiger und krisenfester“

Geopolitische Risiken, schwankende Ernten und damit verbundene mögliche Liefereinschränkungen machen eine resiliente Eiweißversorgung sowohl in der Human- wie der Tierernährung wichtiger. Mit einer neuen Förderung sollen die Rahmenbedingungen für den Anbau von Leguminosen in Deutschland verbessert werden. Zu den Leguminosen, also Hülsenfrüchten, zählen beispielsweise Soja, Ackerbohnen und Lupinen, aber auch Linsen und Kichererbsen.

Die Parlamentarische Staatssekretärin Silvia Breher erklärt dazu: „Wir machen unsere Heimat unabhängiger und krisenfester, indem wir den Anbau von Eiweißpflanzen fördern und die Diversifizierung von Proteinquellen vorantreiben – all das trägt zu einer krisenfesten Land- und Ernährungswirtschaft in Deutschland bei. Grundlage ist praxisnahes Wissen – und genau das fördern wir. Damit wollen wir die Attraktivität und Wirtschaftlichkeit des Anbaus von Eiweißpflanzen erhöhen. Unsere ländlichen Räume profitieren, indem wir neue Wirtschaftspotenziale unterstützen und Wertschöpfungsketten ausbauen.“ 

Die Koalition hat vereinbart, strategische Ansätze zur Proteinversorgung zu unterstützen. Zum Zeitpunkt der ursprünglichen Meldung im März 2026 bereitete die EU-Kommission einen neuen strategischen Ansatz zur Eiweißversorgung vor. Auch andere EU-Mitgliedstaaten wie Frankreich, Dänemark und die Niederlande haben sich auf den Weg gemacht hin zu nationalen Strategien: Sie unternehmen seit Jahren Anstrengungen, um die Produktion, Verarbeitung und Nutzung heimischer Proteinquellen in der Tierversorgung und der Humanernährung zu stärken. Bereits seit 2012 unterstützt das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) im Rahmen seiner Eiweißpflanzenstrategie den heimischen Anbau von Eiweißpflanzen. 

Die Bekanntmachung, die das Kompetenzzentrum Proteine der Zukunft in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Auftrag des BMLEH veröffentlicht hat, sowie weitere grundsätzliche Informationen finden Sie hier.

Dieser Beitrag ist Teil des Themenfeldes: Hülsenfrüchte bilden die Basis der Ernährungswende

Förderfrist und EU-Stand: 14. September 2026

Für den hier beschriebenen Aufruf „Nachhaltige Anbausysteme mit Leguminosen“ endete die Frist für Projektskizzen am 21. Mai 2026. Der Aufruf ist daher keine aktuell offene Einreichungsmöglichkeit. Die Förderdatenbank des Bundes beschreibt das zweistufige Verfahren: Erst nach positiver Skizzenbewertung folgt die Aufforderung zum förmlichen Antrag. Es handelt sich um Forschungs- und Entwicklungsförderung, nicht um eine allgemeine Anbauprämie.

Die Europäische Kommission hat am 7. Juli 2026 ihren Protein Action Plan vorgelegt. Er soll die heimische Proteinproduktion und Lieferketten stärken sowie Importquellen diversifizieren. Damit liegt inzwischen ein veröffentlichter Aktionsplan vor; die frühere Formulierung einer noch erarbeiteten Strategie beschreibt den historischen Stand.

Quelle: bmleh.de